1910 Femme nue1 Pablo Picasso (1881-1973) Period of creation: 1908-1918
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Pablo Picasso Period of creation: 1908-1918 – 1910 Femme nue1
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Die Komposition wirkt zunächst desorientierend. Es ist schwer, eine klare räumliche Tiefe oder einen eindeutigen Blickwinkel zu definieren. Die Figur scheint sich in den Hintergrund einzufügen, der wiederum aus ähnlichen geometrischen Elementen aufgebaut ist. Diese Verschmelzung von Figur und Umgebung verstärkt das Gefühl der Auflösung und des Mangels an klarer Definition.
Die Darstellung der weiblichen Form ist reduziert auf ihre grundlegenden Strukturen. Brustpartie und Becken werden angedeutet, doch die Konturen sind verschwommen und unpräzise. Die Gliedmaßen wirken verkürzt und verlagert, was eine gewisse Unruhe und Instabilität vermittelt. Der Kopf ist kaum erkennbar, lediglich einige angedeutete Linien lassen auf seine Position schließen.
Die Wahl der Farben trägt zur melancholischen und introvertierten Stimmung des Werkes bei. Das matte Erscheinungsbild der Farbflächen suggeriert eine gewisse Vergänglichkeit und einen Verzicht auf leuchtende oder expressive Akzente. Die gedämpfte Palette verstärkt die Fragmentierung und das Gefühl der Auflösung, das bereits durch die geometrische Zerlegung erzeugt wird.
Es lässt sich vermuten, dass es dem Künstler darum ging, die traditionelle Darstellung des weiblichen Körpers zu hinterfragen und eine neue Formensprache zu entwickeln. Der Fokus liegt weniger auf der Schönheit oder Sinnlichkeit der Figur als vielmehr auf der Analyse ihrer strukturellen Elemente und ihrer Beziehung zum Raum. Die Abstraktion deutet möglicherweise auf eine Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Darstellung von Bewegung, Perspektive und Wahrnehmung hin. Die Arbeit könnte auch als Reflexion über die Auflösung traditioneller Werte und Konventionen in einer sich verändernden Welt interpretiert werden.