Girl with a Doll. 1937 Kuzma Sergeevich Petrov-Vodkin (1878-1939)
Kuzma Sergeevich Petrov-Vodkin – Girl with a Doll. 1937
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Maler: Kuzma Sergeevich Petrov-Vodkin
Petrow Wodkin war ein russischer und sowjetischer Künstler, Schriftsteller und Lehrer. In seinen Werken taucht häufig das Thema der Mutterschaft auf, und zwar in zweierlei Hinsicht: entweder im Kontext der Heiligkeit und Erhabenheit der mütterlichen Pflicht, die dem Heiligen gleichkommt, oder im Kontext der Natürlichkeit und Einfachheit, die zum Leben und zur heiligen Alltäglichkeit gehören. Auch in seinen Gemälden sieht man oft Kinder - lebendig vom Pinsel ergriffen, als wären sie inmitten eines verweilenden Augenblicks, scheinen sie im nächsten Moment bereit zu sein, zuzuschnappen und von der Leinwand wegzulaufen, wobei nur der Stuhl oder Sessel zurückbleibt, auf dem sie zuvor gesessen haben. "Das Mädchen mit der Puppe" ist ein solches Gemälde.
Beschreibung des Gemäldes Das Mädchen mit der Puppe von Kuzma Petrov Vodkin
Petrow Wodkin war ein russischer und sowjetischer Künstler, Schriftsteller und Lehrer. In seinen Werken taucht häufig das Thema der Mutterschaft auf, und zwar in zweierlei Hinsicht: entweder im Kontext der Heiligkeit und Erhabenheit der mütterlichen Pflicht, die dem Heiligen gleichkommt, oder im Kontext der Natürlichkeit und Einfachheit, die zum Leben und zur heiligen Alltäglichkeit gehören.
Auch in seinen Gemälden sieht man oft Kinder - lebendig vom Pinsel ergriffen, als wären sie inmitten eines verweilenden Augenblicks, scheinen sie im nächsten Moment bereit zu sein, zuzuschnappen und von der Leinwand wegzulaufen, wobei nur der Stuhl oder Sessel zurückbleibt, auf dem sie zuvor gesessen haben.
"Das Mädchen mit der Puppe" ist ein solches Gemälde. Er zeigt Tatiana Piletskaya, eine berühmte sowjetische Filmschauspielerin, in ihrer Kindheit, als noch niemand daran dachte, dass ihr eine solche Zukunft bevorsteht. Ihre Eltern waren mit Petrov-Vodkin befreundet - ihre Datschen lagen nebeneinander und sie verstanden sich gut.
Einmal veranstalteten die Kinder des Sommerhauses ein improvisiertes Konzert - sie sagten Gedichte auf, sangen Lieder, tanzten - und Petrov-Vodkin, beeindruckt von der natürlichen Anmut des Mädchens, lud sie ein, für ein Porträt zu posieren. Zu diesem Zeitpunkt war sie sieben Jahre alt.
Sie setzten sich auf die Veranda. Es fiel Tata schwer, zu sitzen, und der Künstler erlaubte ihr, mit einer Puppe zu spielen, die ihr Vater ihr geschenkt hatte. Wenn sie ganz still sein musste, schaute Tata durch das Buntglasfenster auf der Veranda und spähte durch die verschiedenen Glasscheiben.
Das Bild verließ diesen Sommer in warmen Farben, im roten Licht auf den Brettern der Veranda. Ein Mädchen sitzt auf einem Stuhl, misstrauisch, gelangweilt, schaut weg - ich kann es nicht erwarten, losgelassen zu werden! - umarmt eine Puppe, die, wie viele Puppen, dumm unter dem Arm ihres Frauchens hervorlächelt.
Tata trägt ein weißes Spitzenkleid und schaut sie aus dem Bild heraus an, als ob sie lebendig wäre. Jetzt nickt sie und rennt, nachdem sie die Puppe bequem arrangiert hat, fröhlich lachend von der Veranda.
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Das Mädchen selbst wirkt von einer gewissen Traurigkeit oder Nachdenklichkeit geprägt. Ihre Augen sind ernst und blicken direkt dem Betrachter entgegen, ohne dabei jedoch eine klare Emotion preiszugeben. Die Wangen sind leicht gerötet, was einen Hauch von Verletzlichkeit vermittelt. Ihre Kleidung ist schlicht und unauffällig, ein helles, geblümtes Kleid, das den Eindruck von Einfachheit und möglicherweise auch von Armut erweckt.
Die Puppe, die das Mädchen hält, ist eine blasse, zerbrechlich wirkende Figur mit einem ausdruckslosen Gesicht. Sie wirkt fast wie ein Spiegelbild des Mädchens, eine Verlängerung ihrer eigenen Einsamkeit oder Resignation. Die Puppe ist nicht lebendig, sondern eher eine stille Begleiterin in einer Umgebung, die wenig Wärme oder Zärtlichkeit zu bieten scheint.
Die Holzwand im Hintergrund verstärkt den Eindruck von Kargheit und Isolation. Die vertikalen Linien der Bretter wirken fast wie Gitterstäbe, die das Mädchen und seine Puppe einsperren. Die Dunkelheit der Wand kontrastiert stark mit dem hellen Kleid des Mädchens, was die Aufmerksamkeit auf die zentrale Figur lenkt.
Es lassen sich verschiedene Interpretationen für das Werk ableiten. Man könnte es als Darstellung der Kindheit in schwierigen Zeiten sehen, möglicherweise im Kontext von Krieg oder wirtschaftlicher Not. Die Puppe könnte als Ersatz für die fehlende mütterliche Zuneigung oder als Symbol für die verlorene Unschuld gedeutet werden. Alternativ könnte das Bild auch eine allgemeine Reflexion über Einsamkeit und Verlorenheit ausdrücken, unabhängig von einem spezifischen historischen Kontext. Die Stille und die Melancholie des Bildes laden den Betrachter ein, über die tieferen emotionalen Zustände des Mädchens und seine Beziehung zur Welt um ihn herum nachzudenken.