Francisco de Goya – Young Lady Wearing a Mantilla and Basquina National Gallery of Art (Washington)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
National Gallery of Art – Francisco de Goya - Young Lady Wearing a Mantilla and Basquina
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Die Frau trägt eine elegante, dunkle Robe, vermutlich aus Samt, deren Kragen mit feinem, hellerem Stoff ausgekleidet ist. Darüber liegt eine offene, zarte Spitzehaube – eine sogenannte Mantilla – die locker über ihre Schultern fällt und ihr Gesicht teilweise verdeckt. Ein weiteres, leicht transparentes Tuch, die Basquina, ist ebenfalls um ihre Schultern drapiert. Lange, weiße Handschuhe bedecken ihre Arme bis zu den Ellbogen, und in ihrer rechten Hand hält sie einen kleinen, schwarzen Fächer.
Die Farbgebung ist gedämpft und dominiert von dunklen Tönen, wobei die weiße Spitze der Haube und der Handschuhe einen deutlichen Kontrast bilden. Das Licht fällt von der linken Seite auf die Frau, wodurch ihre Gesichtszüge, insbesondere ihre Augen und Mundwinkel, betont werden. Die Beleuchtung ist nicht gleichmäßig verteilt; sie erzeugt einen subtilen Schattenwurf, der der Darstellung Tiefe verleiht.
Die Komposition wirkt ruhig und würdevoller. Die Frau nimmt eine aufrechte Haltung ein, ihre Körperhaltung ist gerade und ihr Blick ist ernst. Es entsteht ein Eindruck von Würde und Selbstbeherrschung.
Neben der formalen Darstellung lassen sich auch subtextuelle Elemente erkennen. Die traditionelle spanische Tracht, die Mantilla und die Basquina, deuten auf eine Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Schicht hin – vermutlich der Adelsfamilie. Der Fächer, ein Symbol für Weiblichkeit und gesellschaftlichen Status, verstärkt diesen Eindruck. Der direkte Blick der Frau wirkt jedoch weniger formell und gesellschaftskonventionell als der übliche Blick in Porträts dieser Zeit. Es könnte eine gewisse Melancholie oder Nachdenklichkeit andeuten. Die dunkle Umgebung und die gedämpfte Farbgebung tragen zu einer Atmosphäre der Intimität und des Geheimnisvollen bei. Der Mangel an detailliertem Hintergrund lenkt die Aufmerksamkeit vollständig auf die dargestellte Person und ihre Aura.