Ferdinand Bol – Portrait of Michiel de Ruyter (1607-1676) Mauritshuis
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Mauritshuis – Ferdinand Bol - Portrait of Michiel de Ruyter (1607-1676)
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Die Kleidung des Mannes ist aufwendig und repräsentativ. Ein dunkles Wams mit goldenen Verzierungen betont seine Position. Das feine Spitzenkragenhemd deutet auf Wohlstand hin, ebenso die sichtbaren Orden oder Auszeichnungen an der Brust. Die Hand, die sich auf einem Globus stützt, hält einen Stab oder eine ähnliche Stange, was möglicherweise ein Attribut seiner Macht oder seines Amtes darstellt.
Der Hintergrund ist in zwei Bereiche unterteilt. Hinter dem Mann erhebt sich ein schwerer, burgunderroter Vorhang mit goldenen Fransen, der die Szene optisch abgrenzt und ihm eine gewisse Dramatik verleiht. Im hinteren Bereich, durch einen geöffneten Balkon sichtbar, erstreckt sich eine maritime Landschaft. Mehrere Schiffe sind im Hafen vor Anker, was auf eine Verbindung des Porträtierten zum Seefahrtswesen oder zur Marine hindeutet. Die Darstellung der Schiffe ist etwas unscharf und dient eher als symbolischer Hintergrund als als detaillierte Wiedergabe einer realen Szene.
Die Komposition des Bildes ist durchdacht. Der Globus, die Schiffe und der Stab sind allesamt Symbole, die eine Bedeutungsebene über das reine Abbild hinaus eröffnen. Der Globus verweist auf Wissen, Entdeckung und globale Macht; die Schiffe symbolisieren Seefahrt, Handel und militärische Stärke. Die Anordnung der Elemente suggeriert einen Mann, der sowohl intellektuell als auch politisch versiert ist, ein Herr von Welt, dessen Einfluss über geografische Grenzen hinausreicht.
Die Farbgebung ist warm und gedämpft, mit einem starken Kontrast zwischen den dunklen Farben des Wamses und dem hellen Globus sowie dem burgunderroten Vorhang. Das Licht fällt von links auf das Gesicht des Mannes und betont seine Züge. Insgesamt erweckt das Gemälde den Eindruck eines Porträts, das nicht nur die äußere Erscheinung festhalten soll, sondern auch einen Einblick in den Charakter und die Position des Dargestellten geben will. Es ist ein Bild der Macht, des Wissens und des Seefahrtswesens, geschaffen mit dem Ziel, Respekt und Bewunderung hervorzurufen.