Plague altar Martin Schaffner (1477-1549)
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Martin Schaffner – Plague altar
Ort: German National Museum (Germanisches Nationalmuseum), Nuremberg.
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Weiter unten im Bildfeld offenbart sich ein dramatisches Ereignis. Eine große Menschenmenge versammelt sich vor einer Stadtmauer, die in der Ferne sichtbar wird. Die Gesichter der Personen sind von Leid und Verzweiflung gezeichnet. Ein zentrales Element ist eine weibliche Figur in blauer Robe, die mit erhobenen Händen zu den Himmel blickt – ein Ausdruck des Flehens oder der Klage scheint sich hier abzumalen. Um sie herum drängen sich weitere Gestalten, darunter Personen in prunkvollen Gewändern und andere, die offenbar unter dem Einfluss des Geschehens stehen.
Die rechte Bildhälfte zeigt eine ähnliche Szene, jedoch mit einer leicht veränderten Perspektive. Hier wird ein Mann in wallendem Gewand dargestellt, der ebenfalls zu den Himmel aufblickt. Vor ihm liegt eine gefallene Gestalt, deren Kopf im Dreck liegt – ein Zeichen von Gewalt und Unterdrückung. Auch hier ist die Stadtmauer im Hintergrund erkennbar, was die räumliche Verbindung zwischen den beiden Bildteilen betont.
Die Komposition des Werkes wirkt stark hierarchisch. Die himmlische Szene dominiert das obere Bildfeld und verleiht der Darstellung eine religiöse Dimension. Die Menschenmenge unten scheint sich dem Himmel zuzuwenden, in der Hoffnung auf Erlösung oder göttlichen Beistand. Die Stadtmauer im Hintergrund symbolisiert möglicherweise die Abgeschlossenheit und Isolation der Gemeinschaft angesichts des Geschehens.
Die Farbgebung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Vermittlung der Bildaussage. Die warmen Farben in der oberen Bildhälfte stehen im Kontrast zu den dunkleren, gedämpften Tönen in der unteren Hälfte, was die Spannung zwischen Himmel und Erde, Hoffnung und Verzweiflung verstärkt.
Es liegt nahe, dass dieses Werk als eine Reflexion über Leid und Not entstanden ist. Die Darstellung einer großen Menschenmenge, die unter dem Einfluss eines unbekannten Unglücks steht, deutet auf eine Katastrophe oder eine Krise hin. Die religiösen Elemente in der Darstellung lassen vermuten, dass das Werk dazu dienen soll, den Betrachter zu Trost und Hoffnung zu ermutigen – oder ihn zumindest mit der Frage nach dem Sinn des Leidens konfrontieren. Die detaillierte Ausarbeitung der Gesichter und Gewänder verleiht den Figuren eine individuelle Note und verstärkt die emotionale Wirkung des Werkes.