A corroboree of natives in Mills Plains John Glover (1767-1849)
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John Glover – A corroboree of natives in Mills Plains
Ort: Art Gallery of South Australia, Adelaide.
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Die Komposition des Bildes ist durch die dominierenden Bäume geprägt, die den Blick des Betrachters lenken und gleichzeitig einen gewissen Schutzraum für die versammelte Gruppe schaffen. Der Himmel im Hintergrund leuchtet in warmen Rosatönen, was der Szene eine fast mystische Atmosphäre verleiht. Die Landschaft selbst wirkt weitläufig und unberührt, ein Kontrast zu dem konzentrierten Geschehen im Vordergrund.
Es liegt nahe, dass es sich um die Darstellung eines Corroboree handelt, einer traditionellen Zeremonie indigener Australier, die oft mit Tanz, Gesang und Geschichtenerzählen verbunden ist. Die Darstellung des Feuers als zentrales Element unterstreicht dessen Bedeutung für Rituale und Gemeinschaftsbildung.
Die Subtexte des Bildes sind komplexer. Einerseits vermittelt es den Eindruck einer lebendigen Kultur und spirituellen Verbundenheit mit der Natur. Andererseits, angesichts des historischen Kontextes solcher Darstellungen, könnte die Szene auch als eine Art Exotisierung interpretiert werden – eine Darstellung indigener Kulturen für ein europäisches Publikum, möglicherweise mit dem Ziel, diese zu dokumentieren oder gar zu rechtfertigen. Die Distanz, die der Künstler zwischen sich und den dargestellten Personen wahren scheint, verstärkt diesen Eindruck. Der Betrachter wird als Außenstehender positioniert, der Zeuge eines fremden Rituals ist.
Die Wahl des Augenblicks – das Dämmerlicht, die warmen Farben – trägt zur Dramatik bei und verleiht der Szene eine gewisse Melancholie. Es könnte auch als Hinweis darauf gelesen werden, dass diese traditionellen Lebensweisen bedroht sind oder bereits verloren gegangen sind. Die Weite der Landschaft im Hintergrund unterstreicht die Isolation und potenzielle Verletzlichkeit dieser Gemeinschaft. Insgesamt hinterlässt das Bild einen ambivalenten Eindruck: Einerseits eine Feier des kulturellen Erbes, andererseits ein Spiegelbild der kolonialen Perspektive und der damit verbundenen Machtverhältnisse.