Matisse, Henry. Still Life with a blue tablecloth Hermitage ~ part 08
Hermitage ~ part 08 – Matisse, Henry. Still Life with a blue tablecloth
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1909 malte Henri Matisse, der Begründer und Anhänger des Fauvismus, eines seiner schönsten Bilder. Das "Stilleben mit blauem Tischtuch" ist eine originelle, vollendete und harmonische Tafel. Die Komposition des Stilllebens zeichnet sich nicht durch Themenvielfalt aus. Ein buntes Tuch wird von der Wand auf eine waagerechte feste Fläche heruntergelassen. Das Muster ist auf anderen Gemälden von Matisse zu erkennen.
Beschreibung des Gemäldes "Stillleben" von Henri Matisse
1909 malte Henri Matisse, der Begründer und Anhänger des Fauvismus, eines seiner schönsten Bilder. Das "Stilleben mit blauem Tischtuch" ist eine originelle, vollendete und harmonische Tafel.
Die Komposition des Stilllebens zeichnet sich nicht durch Themenvielfalt aus. Ein buntes Tuch wird von der Wand auf eine waagerechte feste Fläche heruntergelassen. Das Muster ist auf anderen Gemälden von Matisse zu erkennen. Als Anhänger des Fauvismus vergisst er jedoch nicht, die Farbpalette drastisch zu verändern. Hier ist das Tischtuch azurblau mit satten, ruhigen blauen Farbtupfern. Die Mehrdimensionalität des Raums ist nur schwach ausgeprägt, so dass der Gesamteindruck der von der Malerin vermittelten Emotionen im Vordergrund steht.
Auf dem Tisch stehen drei kleine Objekte: eine leuchtende, transparente Karaffe in heller Flaschenfarbe; ganz in der Nähe eine gläserne, weiße Vase, gefüllt mit reifen Früchten; etwas weiter weg eine große braune Kaffeekanne. Es besteht eine spürbare emotionale Bindung zwischen dem Künstler und den abgebildeten einfachen Gegenständen. Das abgebildete gemusterte Tischtuch gilt als sein Lieblingsstück, während das Geschirr uns mit seiner figurativen Schönheit und den Lichtreflexen erfreut. Eine originelle Abweichung von der klassischen Malerei ist das Fehlen von Schatten auf den Objekten.
Die leuchtenden Kontraste, die herrlich saftigen Farben, die rhythmischen orientalischen Stoffornamente sollen beim Betrachter ein Gefühl für den Reichtum des Lebens hervorrufen. In den schwierigen Zeiten, in denen der Maler zu schaffen hatte, brauchte die Gesellschaft vor allem eine neue Freude, Hoffnung und Erholung von all dem Düsteren, Bedrückenden und Beängstigenden. Die Stillebenbilder von Matisse erwiesen sich als eine solche Rettung.
Das "Stillleben mit blauem Tischtuch" vermittelt einen Zustand heiterer Kontemplation, kindlicher Leichtigkeit und Reinheit der Wahrnehmung. Das unprätentiöse Muster der blauen Tischdecke, amüsant, energisch und undeutlich, fesselt die Aufmerksamkeit des Betrachters und scheint ihn daran zu erinnern, dass das Leben nur ein Spiel ist - bunt und fröhlich.
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Im Vordergrund ist ein Tisch mit einer blauen Tischdecke drapiert, deren Struktur durch grobe Pinselstriche und unregelmäßige Farbflächen angedeutet wird. Auf dieser Tischdecke sind drei zentrale Objekte platziert: eine rötlich-orangefarbene Kanne mit breitem Ausguss, eine Schale mit goldenen oder gelben Früchten (vermutlich Zitrusfrüchte) und eine grüne Flasche. Die Kanne und die Flasche sind durch ihre Form und Farbgebung markante Elemente, die durch ihre Positionierung eine gewisse Symmetrie erzeugen, obwohl die Komposition insgesamt nicht streng symmetrisch ist. Die Schale mit den Früchten bricht die lineare Anordnung auf und fügt der Szene eine Note von Fülle und Lebendigkeit hinzu.
Die Farbwahl – insbesondere die Verwendung von Blau in verschiedenen Schattierungen als dominierende Farbe – erzeugt eine ruhige, fast meditative Atmosphäre. Die grobe Malweise und die vereinfachten Formen der Gegenstände verleihen dem Bild eine gewisse Abstraktion. Es scheint weniger um eine realistische Darstellung der Gegenstände zu gehen, sondern vielmehr um die Wiedergabe von Formen, Farben und Rhythmen.
Ein möglicher Subtext der Darstellung könnte in der Auseinandersetzung mit kulturellen Einflüssen liegen. Das ornamentale Muster im Hintergrund deutet auf eine Faszination für fernöstliche Kunst und Ästhetik hin, die in der frühen Moderne verbreitet war. Die einfachen Formen und die Farbgebung erinnern zudem an die Prinzipien des Fauvismus, der sich durch eine freie und expressive Verwendung von Farbe auszeichnet. Es könnte auch eine Reflexion über die Vergänglichkeit und Zerbrechlichkeit des Lebens sein, die durch die Anordnung der Gegenstände und die flüchtigen Farbflächen angedeutet wird. Die Früchte symbolisieren Fülle und Reichtum, stehen aber gleichzeitig für die Vergänglichkeit aller Dinge.