Study of a Young Man Henry Ossawa Tanner (1859-1937)
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Henry Ossawa Tanner – Study of a Young Man
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Die Gesichtszüge sind ernst, fast melancholisch. Die Augen blicken direkt dem Betrachter entgegen, doch in ihrem Ausdruck liegt eine gewisse Distanz, ein Abwenden. Das Haar ist kurz und unruhig gezeichnet, es trägt zur Gesamtwirkung der Anspannung bei.
Der Künstler hat mit einem weichen Bleistift gearbeitet, wodurch die Konturen verschwommen wirken und eine gewisse Unschärfe entsteht. Die Lichtführung ist subtil; sie modelliert den Körper des jungen Mannes, betont aber gleichzeitig seine Verletzlichkeit. Der Hintergrund ist nur angedeutet, er besteht aus einer gleichmäßigen, hellen Fläche, die dem Vordergrund mehr Raum gibt und die Aufmerksamkeit auf die Figur lenkt.
Die Nacktheit des jungen Mannes könnte als Symbol für Offenheit und Ehrlichkeit interpretiert werden, doch seine Körperhaltung und sein Gesichtsausdruck deuten auf eine innere Zerrissenheit hin. Es entsteht der Eindruck eines Moments der Selbstreflexion, einer Auseinandersetzung mit sich selbst. Die Zeichnung vermittelt ein Gefühl von Intimität und Verletzlichkeit, als ob wir einen flüchtigen Blick in die Seele des jungen Mannes erhaschen würden. Die zurückhaltende Zeichenweise verstärkt diesen Eindruck noch, indem sie eine direkte Konfrontation vermeidet und stattdessen eine subtile Annäherung an das Motiv ermöglicht. Es ist ein Porträt, das weniger die äußere Erscheinung als vielmehr den inneren Zustand des Dargestellten zu erfassen scheint.