Self-Portrait Boris Grigoriev (1886-1939)
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Boris Grigoriev – Self-Portrait
Ort: The State Tretyakov Gallery, Moscow (Государственная Третьяковская галерея).
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Das Gesicht ist von einer intensiven, fast bedrohlichen Miene geprägt. Die Augen sind angespannt, die Lippen zu einem dünnen, festen Strich zusammengepresst. Die gesamte Physiognomie vermittelt einen Eindruck von innerer Anspannung und vielleicht auch von Trotz.
Der Hintergrund ist abstrakt und geometrisch gehalten. Ein grob skizzierter Turm mit einer Uhr auf der Fassade und eine rote, geometrische Form dominieren das Geschehen. Diese Elemente wirken fremd und unpersönlich und verstärken die Isolation der dargestellten Person. Die Farbgebung ist gedämpft und düster, mit einem vorherrschenden Ton von Dunkelbraun und Schwarz, akzentuiert durch den roten Farbfleck im Hintergrund und die helleren Hauttöne des Gesichts.
Die Komposition wirkt bewusst beengt. Die Figur füllt den Großteil des Bildes aus und wird durch den Hintergrund nicht wirklich in einen Raum eingebettet, sondern vielmehr von ihm isoliert.
Es entsteht der Eindruck einer existentiellen Auseinandersetzung, einer inneren Zerrissenheit und eines Kampfes mit der eigenen Identität. Die Zigarette könnte hier als Ventil für diese innere Spannung dienen. Die abstrakten Elemente im Hintergrund legen nahe, dass die Darstellung nicht so sehr eine konkrete Umgebung beschreibt, sondern vielmehr eine Projektion des inneren Zustands der Figur. Die Darstellung vermittelt ein Gefühl von Fremdheit, Entfremdung und möglicherweise auch von Melancholie.