Roman Balcony Friedrich Nerly (1807-1878)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Friedrich Nerly – Roman Balcony
Ort: Hamburger Kunsthalle, Hamburg.
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Im Vordergrund sind verschiedene Objekte arrangiert, die eine gewisse Bedeutungsladung vermitteln. Eine Agave ragt aus einem steinernen Gefäß empor, ihre stacheligen Blätter bilden einen markanten Kontrast zur weichen Landschaft im Hintergrund. Daneben liegen Früchte – darunter Kürbisse und was wie Kakaofrüchte aussehen könnte – sowie ein Stück Stoff oder Leder, das auf dem Stein ruht. Ein kleines, beschriftetes Steintäfelchen ist ebenfalls zu sehen, dessen Inschrift jedoch unleserlich bleibt.
Die Komposition wirkt sorgfältig inszeniert. Die Objekte sind so platziert, dass sie eine visuelle Balance schaffen und den Blick des Betrachters lenken. Das Licht fällt weich auf die Szene, wodurch eine gewisse Tiefe erzeugt wird. Die Farbpalette ist zurückhaltend gehalten, dominiert von erdigen Tönen und gedämpften Grüntönen.
Die Subtexte dieser Darstellung sind vielfältig interpretierbar. Die Kombination aus römischer Architektur, exotischen Pflanzen (die Agave) und den Früchten könnte auf eine Auseinandersetzung mit der kulturellen Vielfalt des 19. Jahrhunderts hindeuten – einer Zeit des Kolonialismus und zunehmenden Handels. Der Balkon selbst symbolisiert einen Übergang, eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Kultur und Natur. Das unleserliche Steintäfelchen könnte als Metapher für vergessene Geschichten oder unergründliche Geheimnisse gelesen werden. Die Gesamtwirkung der Darstellung ist von einer gewissen Sehnsucht nach dem Fremden, nach dem Verlorenen und Vergänglichen geprägt. Es entsteht ein Eindruck von stiller Kontemplation über die Zeit und ihre Spuren.