Pifferari in front of the Madonna Image Karl Pavlovich Bryullov (1799-1852)
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Karl Pavlovich Bryullov – Pifferari in front of the Madonna Image
Ort: The State Tretyakov Gallery, Moscow (Государственная Третьяковская галерея).
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Hier sehen wir eine Szene, die sich vor einer steilen, von Efeu bewachsenen Mauer abspielt. Im Zentrum steht ein kleines, verwittertes Bildnis einer Madonna, eingebettet in eine reich verzierte, fast barocke Umrahmung. Dieses Bildnis wirkt wie eine Art Andachtsbild, das an die Mauer angebaut ist und die Aufmerksamkeit des Betrachters zunächst auf sich zieht.
Vor diesem Hintergrund stehen zwei Männer, erkennbar als Pifferari, also Straßenmusiker, vermutlich Pfeifer. Der ältere Mann, in eine schwere, braun-beigefarbene Robe gehüllt, hält einen Hut in der Hand und scheint in tiefer Kontemplation versunken zu sein. Sein Blick ist auf das Madonna-Bildnis gerichtet. Der jüngere Mann, in einem blaugrünen Umhang gekleidet, steht etwas abseits und blickt in die Ferne. Er hält ebenfalls ein Musikinstrument, vermutlich eine Pfeife, in der Hand.
Der Blick des jungen Mannes wird nach rechts gelenkt, wo sich im Hintergrund eine weite Landschaft mit sanften Hügeln und einem einzelnen Turm erstreckt. Die Landschaft ist in ein diffuses, leicht nebliges Licht getaucht, was der Szene eine gewisse Melancholie verleiht. Die Steine der Mauer sind deutlich verwittert und tragen Spuren der Zeit, was den Eindruck von Vergänglichkeit und Kontinuität zugleich verstärkt.
Es liegt der Eindruck vor, dass hier eine Spannung zwischen Weltlichem und Religiösem, zwischen dem Handwerk des Musikers und der Verehrung des Heiligen dargestellt wird. Der ältere Pifferari scheint sich in einem Moment der Besinnung vor der Madonna zu befinden, möglicherweise in Dankbarkeit oder um Schutz zu erbitten. Der jüngere Mann, vielleicht sein Lehrling, wirkt distanzierter und blickt in die Zukunft, in die ungewisse Weite der Landschaft.
Die Komposition des Bildes verstärkt diese Spannung. Das Madonna-Bildnis ist zentral platziert und zieht den Blick an, während die Figuren im Vordergrund eine gewisse Unruhe und Bewegung vermitteln. Die Landschaft im Hintergrund eröffnet eine Perspektive auf eine größere Welt, die über die unmittelbare Situation der beiden Musiker hinausgeht.
Die Farbgebung ist gedämpft und erdverbunden, mit warmen Brauntönen und Grüntönen, die die Atmosphäre des Bildes prägen. Der Kontrast zwischen dem hellen Madonna-Bildnis und der dunklen Mauer verstärkt die Bedeutung des religiösen Elements. Insgesamt erzeugt das Werk eine stille, nachdenkliche Stimmung und lädt den Betrachter zur Reflexion über Glauben, Handwerk und die Verbindung zwischen Mensch und Natur ein.