Nicolas de Fer – Old map of Africa , 1698 Antique world maps HQ
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Antique world maps HQ – Nicolas de Fer - Old map of Africa , 1698
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Bemerkenswert ist die Art und Weise, wie das Landesinnere abgebildet wird. Hier finden sich zahlreiche, oft ungenaue oder fantastische Darstellungen von Städten, Flüssen und Gebirgen. Viele dieser Orte sind mit französischen Namen versehen, was auf die Ambitionen Frankreichs in der Kolonialpolitik schließen lässt. Die Darstellung des Landesinneren wirkt fragmentiert und wenig einheitlich, was die begrenzte Kenntnis der europäischen Kartographen über diese Gebiete widerspiegelt.
Der äußere Rahmen der Karte ist reich verziert. In den Ecken sind allegorische Figuren dargestellt, die möglicherweise die Kontinente Europa, Asien und Amerika symbolisieren. Die Figuren sind in aufwendige Rahmen eingebettet, die mit Wappen und dekorativen Elementen geschmückt sind. Diese Elemente verleihen der Karte einen repräsentativen Charakter und unterstreichen die Bedeutung der Kartografie als Instrument der Macht und des Wissens.
Die Karte vermittelt einen deutlichen eurozentrischen Blickwinkel. Afrika wird primär als Ressourcendepot und potenzielles Handelsgebiet dargestellt. Die Darstellung der Bevölkerung, ihrer Kulturen und ihrer Lebensweisen fehlt weitestgehend. Die Fokussierung auf Handelsrouten und Hafenstädte unterstreicht die wirtschaftlichen Interessen, die hinter der Kartierung des Kontinents standen.
Die Präsenz von Schiffen entlang der Küstenlinie, in unterschiedlicher Größe und Anordnung, lässt auf eine aktive Seefahrt und den damit verbundenen Austausch von Gütern und Informationen schließen. Diese Darstellung des Seewegs ist ein zentrales Element der Karte und unterstreicht die Bedeutung des Handels für die europäische Wahrnehmung Afrikas.
Insgesamt lässt die Karte erkennen, dass die europäische Kenntnis Afrikas im späten 17. Jahrhundert noch sehr lückenhaft war, aber gleichzeitig ein starkes Interesse an der Erforschung und Ausbeutung des Kontinents bestand. Die Karte ist somit nicht nur ein geografisches Dokument, sondern auch ein Spiegelbild der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Ambitionen der damaligen Zeit.