Hendrik Hondius – Map of South Pole, 1636 Antique world maps HQ
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Antique world maps HQ – Hendrik Hondius - Map of South Pole, 1636
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Die Kontinente, die sich um den Pol gruppieren, sind grob skizziert und mit lateinischen Bezeichnungen für Meere und Regionen versehen, beispielsweise „Oceanus Pacificus“ und „Mare Magnum“. Die Linienführung, die sich vom Pol aus strahlenförmig erstreckt, dient der Orientierung und unterstreicht die zentrale Bedeutung des Südpols in dieser Weltanschauung.
Einen interessanten Kontrast bilden die kleinen Figuren, die am äußeren Rand der Darstellung platziert sind. Diese dargestellten Menschen in indigener Kleidung, darunter auch nackte Gestalten, scheinen Beobachter oder Bewohner dieser fernen Regionen zu sein. Ihre Positionierung am Rande der Karte deutet auf eine Distanz und Fremdheit hin, möglicherweise eine Reflexion des europäischen Wissens über die südlichen Regionen der Welt.
Die Farbgebung ist zurückhaltend und typisch für Karten des 17. Jahrhunderts. Erdteile sind in Braun- und Gelbtönen gehalten, während Wasserflächen in Blau dargestellt sind. Die feinen Details, wie beispielsweise die Darstellung von Küstenlinien und Flussläufen, zeugen von einer sorgfältigen, wenn auch spekulativen, Kartierung.
Die Karte ist mehr als nur eine geografische Darstellung; sie spiegelt die wissenschaftlichen und kulturellen Annahmen ihrer Zeit wider. Die Vorstellung einer riesigen, unbekannten südlichen Landmasse, die die Weltkarte vervollständigt, war ein weitverbreiteter Mythos, der auf der Suche nach neuen Handelsrouten und dem Wunsch nach einer vollständigen Darstellung der Welt basierte. Die Darstellung der Menschen am Rande der Karte kann als Ausdruck der europäischen Neugier, aber auch als Indikator für die Distanz und das Fremdheitsgefühl gegenüber den Bewohnern dieser vermeintlich unberührten Regionen gelesen werden.