Chardin, Jean-Baptiste Simeon – Menu du Maigre et ustensiles de cuisine, 1731 Canvas, 33 x 41 cm Inv. 3204 Companion piece of Inv.3205, Menu du Gras, (40-12-08/10) Part 1 Louvre
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Ein grob gewebtes Tuch dient als Grundlage, auf dem eine Reihe von Gegenständen angeordnet ist. Ein rustikales Keramikgefäß dominiert die linke Bildhälfte, dessen warme, erdige Töne einen Kontrast zu der kühleren Farbgebung der übrigen Utensilien bilden. Zwei Eier liegen schlicht daneben, ihre glatte Oberfläche reflektiert das schwache Licht.
Im zentralen Bereich des Bildes ragen ein Fisch, der an einer Schnur aufgehängt ist, sowie verschiedene Küchengeräte auf. Der Fisch, vermutlich ein Dorsch, weist Spuren der Verarbeitung auf und deutet auf die Vorbereitung einer Mahlzeit hin. Eine Bratpfanne und ein Kochlöffel, beide aus Metall gefertigt, liegen nebeneinander und vervollständigen das Bild der Küche. Ein Mörser und Stößel, elegant in Marmor gehalten, bilden einen Kontrast zu den schlichteren, funktionalen Gegenständen und lassen auf die sorgfältige Zubereitung der Speisen schließen.
Die Beleuchtung ist subtil und fokussiert sich hauptsächlich auf die zentralen Elemente, wodurch eine gewisse Dramatik entsteht. Die Schatten sind tief und tragen zur düsteren, kontemplativen Atmosphäre bei.
Es liegt die Vermutung nahe, dass es sich um eine Darstellung einer einfachen, bescheidenen Mahlzeit handelt – möglicherweise eine Fastenmahlzeit, wie der Kontext des Bildes andeutet. Die Auswahl der Objekte, ihre Anordnung und die gedämpfte Farbgebung erzeugen ein Gefühl der Ruhe und des Nachdenkens. Der Fokus liegt auf dem Alltäglichen, dem Praktischen, dem unaufgeregten Leben. Hier scheint die Schönheit im Einfachen zu liegen, in der Ehrfurcht vor der Zubereitung von Nahrung und der Wertschätzung der grundlegenden Bedürfnisse des Menschen. Das Arrangement wirkt weder prunkvoll noch aufwendig, sondern eher wie ein Moment der Stille und des Genusses.