Fragonard, Jean-Honore – Le grand pretre Coresus se sacrifie pour sauver Callirhoe-the grand priest Coresus sacrifices himself to save Callirhoe (Pausanias, VII-21) Canvas, 309 x 400 cm INV. 4541 Part 1 Louvre
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!



















Sie können nicht kommentieren Warum?
Unter ihm liegt eine junge Frau, gekleidet in ein helles Gewand. Sie blickt zu ihm auf, ihr Gesichtsausdruck von Verzweiflung und Dankbarkeit zugleich geprägt. Sie ist offensichtlich die Person, deren Leben durch sein Opfer gerettet wird.
Die Szene entfaltet sich vor einer monumentalen Säule, die einen Kontrast zur emotionalen Intensität der Figuren bildet. Um die Hauptfiguren herum versammelt sich eine Gruppe von Zuschauern, deren Gesichter von Angst, Sorge und Trauer überzogen sind. Einige von ihnen scheinen zu beten oder zu klagen, während andere nur stumm zusprechen.
Im oberen Bereich des Bildes schweben Engel in den Wolken. Sie scheinen als Zeugen der Szene und als Botschafter des Göttlichen zu fungieren. Ihr Anblick verleiht der Szene eine spirituelle Dimension und deutet auf die Bedeutung der Opferbereitschaft und des Selbstaufopferns hin.
Die Farbgebung ist von einem warmen, goldenen Licht durchzogen, das die Szene in einen dramatischen Schein taucht. Der intensive Kontrast zwischen Licht und Schatten verstärkt die emotionale Wirkung und lenkt den Blick auf die Hauptfiguren.
Die Komposition ist dynamisch und bewegt. Die Figuren sind eng aneinander gedrängt, was die Enge der Situation und die Intensität der Gefühle unterstreicht. Die diagonale Linienführung lenkt den Blick auf die Hauptfiguren und verstärkt den Eindruck der Dramatik.
Neben der offensichtlichen Darstellung des Opfers selbst, lassen sich auch Subtexte erkennen. Die Szene könnte als Allegorie für die Liebe, die Hingabe und die Bereitschaft, für andere zu sterben, interpretiert werden. Die Anwesenheit der Engel deutet auf eine göttliche Rechtfertigung für die Tat hin, während die Reaktion der Menge die Tragweite der Entscheidung verdeutlicht. Es lässt sich auch eine Reflexion über die Macht der Moral und die Frage nach dem Wert des menschlichen Lebens erkennen. Die Darstellung evoziert ein Gefühl von Melancholie, aber auch von Hoffnung und Erlösungsgefahr.