Village by the sea. Set design for the comedy by J.-B. Molière’s Don Juan Alexander Golovin (1863-1930)
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Alexander Golovin – Village by the sea. Set design for the comedy by J.-B. Molière’s Don Juan
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Die Farbpalette ist von einem überwiegend blassen, fast pastellenhaften Charakter. Weiß, Grau und verschiedene Blautöne dominieren, wobei der Kontrast durch vereinzelte Grüntöne, beispielsweise durch üppiges Grün von Vegetation an den Felswänden, verstärkt wird. Der Pinselstrich ist sichtbar und dynamisch, was der Szene eine gewisse Bewegung und Lebendigkeit verleiht.
Die Anordnung der Elemente suggeriert eine gewisse Künstlichkeit, die typisch für eine Bühnenkulisse ist. Die Häuser wirken fast wie stilisierte Formen, die nicht unbedingt der Realität entsprechen, sondern eher eine Idealisierung oder Verfremdung des mediterranen Lebensstils darstellen. Das bogenförmige Durchgangselement wirkt als ein Rahmen, der die Szene einhegt und den Blick des Betrachters lenkt.
In Anbetracht des Kontexts – eine Bühnenkulisse für Molières „Don Juan“ – ergeben sich interessante Subtexte. Die idyllische, fast paradiesische Landschaft könnte eine Gegenüberstellung zu Don Juans moralischem Fehlverhalten und der daraus resultierenden Zerstörung darstellen. Die weiße Architektur, die Reinheit und Unschuld assoziiert, steht möglicherweise im Kontrast zu Don Juans Verführungskunst und seiner Verdorbenheit. Der bogenförmige Durchgang könnte symbolisch für Don Juans Reise sein, seine ständige Bewegung und sein Streben nach Vergnügungen, die ihn jedoch immer wieder in Konflikte führen. Die scheinbare Harmonie der Landschaft wird so zum Spiegelbild der inneren Zerrissenheit der Charaktere und der komplexen moralischen Fragen, die im Stück behandelt werden. Die Kulisse dient somit nicht nur als Hintergrund, sondern trägt aktiv zur Interpretation der Handlung bei.