Self-portrait Carlo Dolci (1616-1686)
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Carlo Dolci – Self-portrait
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Der Mann trägt eine einfache, weiße Halskrause, die den dunklen Hintergrund hervorhebt und ihm eine gewisse Würde verleiht. Sein Körper ist leicht zur Seite geneigt, was dem Bild eine dynamische Note gibt. In seiner Hand hält er ein Buch oder eine Zeichnung, auf der sich wiederum ein Porträt befindet – offenbar eine Darstellung seines jüngeren Selbstes. Auf dem Buch sind Jahreszahlen notiert, die möglicherweise einen zeitlichen Bezug herstellen sollen.
Die Komposition des Werkes ist bemerkenswert: Der Künstler hat sich selbst in zwei verschiedenen Altersstufen dargestellt und so eine Reflexion über Zeit, Vergänglichkeit und künstlerische Entwicklung angedeutet. Das kleinere Selbstporträt im Buch wirkt wie ein Fenster in die Vergangenheit, ein Abbild der eigenen Jugend und Ambitionen. Es entsteht eine Art Dialog zwischen dem älteren und jüngeren Künstler, ein innerer Monolog über das Leben und die Kunst.
Die dunkle Umgebung verstärkt den Fokus auf die Figur und unterstreicht die introspektive Stimmung des Gemäldes. Die Farbpalette ist gedämpft, dominiert von Braun-, Grau- und Schwarztönen, was dem Bild eine gewisse Schwere verleiht. Es scheint, als wolle der Künstler nicht nur sein äußeres Erscheinungsbild festhalten, sondern auch seine innere Welt offenbaren – seine Gedanken, seine Zweifel und seine Hoffnungen. Die Darstellung ist weniger ein idealisiertes Selbstbild als vielmehr eine ehrliche und schonungslose Auseinandersetzung mit dem eigenen Dasein.