Lucas Cranach den Ældre (C. 1472-1553) – Melancholy Kobenhavn (SMK) National Gallery of Denmark
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Kobenhavn National Gallery of Denmark – Lucas Cranach den Ældre (C. 1472-1553) - Melancholy
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Im mittleren Bereich, der sich über die gesamte Breite des Bildes erstreckt, liegt eine ruhigere Landschaftsmalerei vor. Eine weite Ebene öffnet sich zu einem Horizont mit fernen Bergen. Ein Hund, der einen Hasen jagt, und ein paar Vögel unterstreichen die Natürlichkeit und den Kreislauf des Lebens. Dieser Teil vermittelt eine gewisse Stabilität und Erdverbundenheit.
Der vordergrund wird von einer sitzenden Gestalt mit Flügeln dominiert. Sie hält ein Instrument in der Hand, möglicherweise eine Laute oder eine Leier, und wirkt in ihrer Haltung nachdenklich, fast melancholisch. Drei nackte Putten spielen mit einer großen, kugelartigen Form. Sie ziehen an Seilen, die zu dieser Kugel führen, und erzeugen so einen dynamischen, fast spielerischen Effekt. Die Kugel selbst könnte als Sinnbild für die Welt, die Erkenntnis oder die menschliche Existenz gedeutet werden.
Die Farbigkeit ist bemerkenswert. Die warmen Rottöne des Gewandes der geflügelten Gestalt stehen im Kontrast zu den kühleren Farbtönen der Landschaft und des Himmels. Die dunklen Töne im oberen Bereich verstärken den Eindruck von Bedrohung und Unruhe.
Insgesamt wirkt die Darstellung von einer tiefen Symbolik durchzogen. Es entsteht der Eindruck einer inneren Zerrissenheit, einer Auseinandersetzung mit den Leidenschaften (Reiter) und der Welt (Kugel) im Streben nach Erkenntnis und Harmonie (die sitzende Gestalt). Die spielenden Putten könnten als Verkörperung der Kreativität und des Intellekts verstanden werden, die versuchen, Ordnung in das Chaos zu bringen. Die Melancholie, die von der zentralen Figur ausstrahlt, lässt den Betrachter über die Bedingungen des menschlichen Daseins und die Schwierigkeit, ein erfülltes Leben zu führen, nachdenken.