#41635 Carlos Saenz De Tejada
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Carlos Saenz De Tejada – #41635
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Im oberen Bildfeld sehen wir eine perspektivisch verzerrte Darstellung eines Innenraums, der an einen Gewölbekeller oder eine Höhle erinnert. Die Decke ist gewölbt und verjagt in den Hintergrund, während das Licht von oben einfällt und die Szene dramatisch beleuchtet. Architektonische Elemente – Bögen, Säulenfragmente und was wie ein fragmentarischer Brunnen wirkt – sind angedeutet und wirken fast surreal in ihrer Anordnung. Ein einzelner, schemenhafter menschlicher Körper ist im Hintergrund zu erkennen, der eine gewisse Unbestimmtheit und Isolation suggeriert. Die Komposition wirkt instabil und fragmentiert, als ob die Elemente einer Zerstörung oder einem Umbruch unterworfen wären.
Das untere Bildfeld zeigt eine ähnliche architektonische Umgebung, jedoch mit einer etwas klareren Perspektive und einer stärkeren Betonung der vertikalen Linien. Hier sind die Bögen deutlicher ausgeformt und bilden einen Rahmen für eine Ansammlung von Gebäuden im Hintergrund. Diese Gebäude wirken wie eine stilisierte Darstellung eines Dorfes oder einer Stadt, wobei sich ein Schriftzug am unteren Rand des Bildes befindet, dessen Inhalt unleserlich ist. Auch hier finden sich architektonische Überreste, die den Eindruck einer verlassenen oder in Vergessenheit geratenen Stätte vermitteln. Die Vegetation – dargestellt durch einzelne Pflanzen – verleiht der Szene eine gewisse Lebendigkeit und Kontrast zum ansonsten kargen Erscheinungsbild.
Die beiden Zeichnungen teilen ein gemeinsames Interesse am Verfall, an der Fragmentierung von Strukturen und an der Darstellung einer Welt, die sich im Wandel befindet oder bereits einem Prozess der Auflösung unterliegt. Die monochrome Farbgebung verstärkt den Eindruck von Melancholie und Distanz. Es entsteht eine Atmosphäre der Erinnerung und des Verlustes, in der die architektonischen Elemente nicht nur als konkrete Objekte, sondern auch als Symbole für vergangene Zeiten und kulturelle Werte fungieren. Der Kontrast zwischen den beiden Bildfeldern – die größere Unbestimmtheit im oberen Bild gegenüber der etwas klareren Darstellung im unteren – könnte eine Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Erinnerung und Realität oder mit der Frage nach der Beständigkeit menschlicher Schöpfungen darstellen. Die Anordnung der Zeichnungen übereinander lässt zudem Raum für Interpretationen über die Beziehung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Zerstörung und Wiederaufbau.