GARCON AU GILET ROUGE,1888-90, BARNES FOUNDATION Paul Cezanne (1839-1906)
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Paul Cezanne – GARCON AU GILET ROUGE,1888-90, BARNES FOUNDATION
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Das auffälligste Element ist zweifellos die rote Weste. Sie dominiert das Bild und zieht die Aufmerksamkeit des Betrachters unmittelbar auf sich. Die Farbe Rot, in ihrer Intensität, steht hier im Kontrast zum blassen Teint des Jungen und den gedeckten Farben seiner Hemde. Der Schnitt der Weste scheint etwas unbeholfen, was in Verbindung mit der Körperhaltung des Jungen einen Eindruck von Unbeholfenheit und möglicherweise auch einer gewissen sozialen Entfremdung vermittelt.
Das Gesicht des Jungen ist von einer gewissen Schwere geprägt. Die Augen sind geradeaus gerichtet, aber wirken nicht freundlich oder einladend. Die Gesichtszüge sind reduziert, die Mundpartie kaum ausgearbeitet, was dem Gesicht eine maskenhafte Qualität verleiht. Die Frisur, ein kurzer, mittiger Pony, unterstreicht diesen Eindruck von Einfachheit und möglicherweise auch von einer gewissen Askese.
Die Malweise ist charakteristisch durch breite, sichtbare Pinselstriche, die die Oberfläche der Leinwand erkennbar machen. Die Farben sind nicht naturalistisch wiedergegeben, sondern dienen dazu, die Form und das Volumen des dargestellten Objekts zu modellieren. Die Farbpalette ist relativ eingeschränkt, dominiert von Brauntönen, Weiß und Rot.
Es könnte interpretiert werden, dass das Bild eine Auseinandersetzung mit der Kindheit und den damit verbundenen sozialen Bedingungen darstellt. Die schlichte Darstellung des Jungen, seine Kleidung und seine Haltung lassen ihn als Repräsentanten einer bestimmten sozialen Schicht erscheinen. Die rote Weste könnte als ein Versuch der Individualisierung in einer ansonsten anonymen Umgebung gedeutet werden, aber gleichzeitig auch als ein Zeichen einer gewissen Fremdheit und Unangemessenheit. Die Schwere in seinem Blick könnte eine Reflexion über die Herausforderungen und Belastungen des Erwachsenwerdens in schwierigen Verhältnissen sein. Insgesamt wirkt die Komposition des Bildes ruhig und konzentriert, aber gleichzeitig auch von einer gewissen Melancholie durchzogen.