#15109 Pavel Filonov (1883-1941)
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Pavel Filonov – #15109
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Die Farbgebung ist gedämpft gehalten, dominiert von Erdtönen wie Beige, Braun und Ocker, die mit vereinzelten Akzenten in Rot und Grün kontrastieren. Diese Farbwahl verstärkt den Eindruck einer melancholischen Stimmung und verleiht der Darstellung eine gewisse Patina der Zeit. Die Linienführung ist prägnant und grob, was dem Werk einen expressiven Charakter verleiht.
Der Hintergrund besteht aus einem fragmentierten Stadtbild, das in geometrische Formen zerlegt wurde. Dächer, Fenster und Mauern sind angedeutet, verschwimmen aber miteinander und verlieren ihre klare Definition. Diese Auflösung der architektonischen Strukturen könnte als Metapher für die Entfremdung des Menschen von seiner Umwelt interpretiert werden oder für den Verlust traditioneller Werte in einer modernen Gesellschaft.
Über den Köpfen der Porträtierten schweben zwei flügelförmige Gebilde, deren Bedeutung unklar bleibt. Sie könnten als Symbole für Hoffnung, Sehnsucht oder spirituelle Erhebung verstanden werden, stehen aber auch im Kontrast zur düsteren Atmosphäre des Gesamtbildes.
Die Anordnung der Elemente lässt auf eine komplexe Beziehung zwischen Individuum und Gesellschaft schließen. Die Porträts wirken isoliert und verloren in der fragmentierten Umgebung, was möglicherweise die Entfremdung des Einzelnen in einer zunehmend komplexen Welt thematisiert. Es entsteht ein Eindruck von innerer Zerrissenheit und dem Wunsch nach Orientierung in einer unübersichtlichen Realität. Der Künstler scheint eine Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der Urbanisierung und der Modernisierung auf die menschliche Psyche zu suchen. Die Darstellung ist weniger eine realistische Abbildung als vielmehr eine subjektive Interpretation von Erfahrungen und Emotionen.