Not Wisely But Too Well Gerard Jozef Portielje
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Gerard Jozef Portielje – Not Wisely But Too Well
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Die Darstellung konzentriert sich auf eine Gruppe von Männern unterschiedlichen Alters, die offenbar einer Gesellschaft angehören. Sie sitzen um den Tisch versammelt, wobei einige bereits deutlich in Trunkenheit verfallen sind. Einer lehnt lässig zurück und erhebt triumphierend die Arme, während ein anderer seinen Kopf in den Händen hält, sichtlich von der Situation überwältigt. Ein dritter scheint sich zu entschuldigen oder zu flehen, während ein weiterer apathisch auf seinem Stuhl sitzt. Die Kleidung der Männer deutet auf einen hohen sozialen Status hin – Anzüge, Weste und Gehrock sind typische Merkmale des bürgerlichen Selbstverständnisses ihrer Zeit.
Ein älteres weibliches Hauspersonalmitglied steht am Rande der Szene, die Arme erhoben in einer Geste der Verzweiflung oder des Protestes. Sie scheint hilflos mit dem Chaos konfrontiert zu sein, das sich vor ihren Augen abspielt. Am Boden liegen zerbrochene Flaschen und leere Weinflaschen verstreut, was den Grad der Ausschweifung unterstreicht.
Die Komposition ist sorgfältig aufgebaut, um eine Atmosphäre des Verfalls und der moralischen Entartung zu erzeugen. Die Beleuchtung ist dramatisch, wobei die Gesichter der Männer im Schein der Kerzen oder Öllampen hervorgehoben werden, während der Rest des Raumes in Schatten liegt.
Die Subtexte dieser Darstellung sind vielfältig. Es scheint eine Kritik an der Dekadenz und dem Übermaß des Bürgertums zu sein, das seinen Wohlstand und seine Privilegien missbraucht. Die Szene könnte auch als Warnung vor den Gefahren des exzessiven Alkoholkonsums und der Kontrollverlustes interpretiert werden. Der Kontrast zwischen dem opulenten Rahmen und dem chaotischen Verhalten der Männer verstärkt die Botschaft von moralischem Verfall. Die Figur des Hauspersonals, hilflos am Rande stehend, könnte als Symbol für die sozialen Ungleichheiten und die Ausbeutung der unteren Schichten durch die wohlhabende Oberschicht gelesen werden. Insgesamt vermittelt das Gemälde ein Gefühl von Melancholie und moralischer Verzweiflung angesichts des Verlustes von Werten und Kontrolle.