Switch on the Night Leo & Diane Dillon
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Leo & Diane Dillon – Switch on the Night
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Besonders auffällig ist die monumentale Schattenfigur, die an der Wand projiziert wird. Sie nimmt den Großteil des Bildes ein und wirkt bedrohlich-märchenhaft zugleich. Die Form erinnert an eine Mischung aus einem grotesken Gesicht mit Hörnern und einer skelettartigen Gestalt, deren ausgestreckte Hand fast greifbar erscheint. Diese überdimensionale Schattenfigur könnte als Verkörperung der Ängste oder Fantasien des Kindes interpretiert werden – die dunklen Seiten der Nacht, die sich im Unterbewusstsein regen.
Neben dem Jungen und seinem Schatten befindet sich ein riesiges Gesicht, das aus einem Fenster oder einer Öffnung im Hintergrund blickt. Dieses Gesicht, ebenfalls in gedämpften Farbtönen gehalten, wirkt traurig und beobachtend. Der Sternenhimmel dahinter verstärkt den Eindruck von Weite und Unendlichkeit. Es könnte sich um eine Art Beschützerfigur handeln, die über das Kind wacht oder dessen Einsamkeit widerspiegelt.
Die Farbpalette ist gedämpft und besteht hauptsächlich aus Blau-, Grau- und Brauntönen, was zur düsteren und verträumten Atmosphäre beiträgt. Die Beleuchtung ist diffus und erzeugt eine unheimliche Stimmung. Der Teppichboden in Lilaton und das kleine Nachtlicht am Rand des Bildes bieten einen Kontrast zu der überwältigenden Schattenfigur und dem riesigen Gesicht.
Die Komposition wirkt sorgfältig durchdacht, wobei die Größenverhältnisse bewusst verzerrt sind, um eine surreale Wirkung zu erzielen. Die Anordnung der Elemente deutet auf ein inneres Spannungsfeld hin: das Kind zwischen seinen Ängsten (der Schatten) und einer möglichen tröstenden Präsenz (das Gesicht im Fenster). Insgesamt vermittelt das Bild den Eindruck eines nächtlichen Traums, in dem die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Es scheint eine Auseinandersetzung mit Themen wie Angst, Einsamkeit, Schutz und der Macht der Vorstellungskraft zu sein.