img035 Ferdinand Hodler (1853-1918)
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Ferdinand Hodler – img035
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Die Farbgebung ist von einer starken Kontrastwirkung geprägt. Dunkle Rottöne dominieren das Gesicht, insbesondere im Bereich der Stirn, der Wangen und des Bartes, während die Hautpartien stellenweise blass oder gelblich schimmern. Diese Farbwahl verstärkt den Eindruck von Anspannung und möglicherweise auch von Krankheit oder Altersschwäche. Die Kleidung, ein dunkler Anzug mit weißer Weste und blauem Schal, wirkt im Vergleich dazu relativ neutral und bildet einen Kontrast zum expressiven Gesicht.
Die Malweise ist grob und gestisch; Pinselstriche sind deutlich sichtbar und tragen zur dynamischen Wirkung des Bildes bei. Die Formgebung ist vereinfacht und überzeichnet, was dem Porträt eine gewisse Monumentalität verleiht, aber gleichzeitig auch die Individualität des Dargestellten betont. Der Bart ist besonders markant dargestellt, fast schon als ein eigenständiges Element, das Stärke und Charakter ausstrahlt.
Es liegt nahe zu vermuten, dass es sich um eine psychologische Studie handelt. Die Intensität des Blicks, die angespannte Mimik und die kontrastreiche Farbgebung deuten auf einen inneren Konflikt oder eine tiefe Reflexion hin. Der Dargestellte wirkt nicht nur als Individuum, sondern auch als Repräsentant einer bestimmten Lebensphase oder eines bestimmten Charakters. Die schlichte Hintergründe lenkt die Aufmerksamkeit voll und ganz auf das Gesicht des Mannes, was seine emotionale Tiefe noch verstärkt.
Die Jahreszahl 1916 in der unteren rechten Ecke deutet auf eine Zeit großer Umbrüche hin, was möglicherweise auch im Ausdruck des Porträtierten widergespiegelt wird – ein Hauch von Melancholie oder Besorgnis könnte darin zu erkennen sein. Insgesamt vermittelt das Bild den Eindruck eines Mannes, der viel erlebt hat und dessen Gesicht die Spuren dieser Erfahrungen trägt.