img996 Ferdinand Hodler (1853-1918)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Ferdinand Hodler – img996
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Die Farbgebung ist gedämpft und erdverbunden. Dominieren Braun-, Grün- und Blautöne, die eine Atmosphäre von Ruhe, aber auch von Trauer und Entfremdung erzeugen. Die Landschaft im Hintergrund besteht aus sanften Hügeln, die in einen dunklen, fast bedrohlich wirkenden Himmel übergehen. Diese Gegenüberstellung von der vermeintlichen Geborgenheit des Vordergrunds und der düsteren Weite des Himmels verstärkt den Eindruck einer existentiellen Zerrissenheit.
Die Komposition ist symmetrisch angelegt, wobei die beiden Figuren das Zentrum bilden. Die Anordnung suggeriert eine Beziehung zwischen ihnen – vielleicht eine spirituelle Verbindung oder ein Moment der tröstenden Nähe. Der Blickkontakt fehlt jedoch, was die Distanz und die innere Isolation beider Personen unterstreicht.
Es liegt nahe, in diesem Bild eine Auseinandersetzung mit Glauben, Verlust und der Suche nach Sinn anzunehmen. Die nackte Darstellung des Mannes könnte für Verletzlichkeit und Entblößung stehen, während das Gebet des Mädchens Hoffnung oder zumindest den Wunsch nach Erlösung symbolisiert. Die Landschaft wirkt wie ein Spiegelbild der inneren Gefühlswelt der Figuren – eine Welt zwischen Sehnsucht und Verzweiflung, zwischen irdischer Existenz und spiritueller Transzendenz. Die schlichte Darstellung und die reduzierten Formen lassen Raum für vielfältige Interpretationen und regen den Betrachter dazu an, sich mit den universellen Fragen des Lebens auseinanderzusetzen.