Max Liebermann – Entrance of the Troops into Pariser Platz, 1918 Sotheby’s
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Sotheby’s – Max Liebermann - Entrance of the Troops into Pariser Platz, 1918
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Die Farbgebung dominiert in warmen, erdigen Tönen, unterbrochen von vereinzelten Akzenten in Rot und Weiß, die vermutlich die Farben der Uniformen oder Fahnen darstellen. Ein Dunst liegt über der Szene, der die Sicht behindert und eine gewisse Distanz schafft. Die Gebäude im Hintergrund erscheinen verschwommen und in einem blassen Gelbton gehalten, was ihre Bedeutung als Kulisse unterstreicht.
Die Truppe selbst ist nur schematisch dargestellt, einzelne Figuren sind kaum auszumachen. Es handelt sich um einen bewegten Strom von Menschen, der in Richtung des Bildrandes fließt. Die Betonung liegt weniger auf der Individualität der Soldaten als vielmehr auf der Gesamtwirkung des Anblicks – dem Aufmarsch einer Armee.
Der Eindruck ist ambivalent. Einerseits wird ein Moment des Triumphes, der Machtdemonstration eingefangen. Andererseits erzeugt die diffuse Atmosphäre, die grobe Malweise und die fehlende Detailtreue eine gewisse Unbehaglichkeit. Man vermittelt den Eindruck, dass hier nicht ein glorreicher Sieg gefeiert wird, sondern eher ein Ereignis, das in einem Zustand des Übergangs, der Erschöpfung oder der Unsicherheit stattfindet.
Die scheinbare Flüchtigkeit der Darstellung legt nahe, dass der Künstler das Ereignis nicht notwendigerweise als positiv beurteilt hat. Vielmehr könnte er die Ambivalenz des Moments, die Last des Krieges und die fragwürdige Legitimität einer solchen Machtdemonstration kritisch hinterfragt haben. Die fehlende Idealisierung und die lockere Technik lassen vermuten, dass es dem Künstler nicht darum ging, ein heroisches Bild zu schaffen, sondern vielmehr einen authentischen Moment der Geschichte festzuhalten, auch wenn dieser weniger schmeichelhaft ist. Der Platz selbst wirkt leer und unpersönlich, was die Atmosphäre zusätzlich verstärkt.