Henri Ottmann – Aquarium, 1919 Sotheby’s
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Sotheby’s – Henri Ottmann - Aquarium, 1919
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Ein Korb aus Weidengeflecht dominiert den linken Bildbereich. Darin befindet sich ein Brot, dessen Form durch das Licht plastisch hervorgehoben wird. Direkt daneben fällt ein blau-weiß gestreiftes Tuch auf, das lässig über den Rand der Kommode drapiert ist und eine gewisse Unordnung suggeriert.
Im Zentrum der Darstellung steht ein großer, silberfarbener Behälter, dessen Form an ein Aquarium erinnert – ein Hinweis, der sich in der Titelbezeichnung möglicherweise verarbeitet. Er reflektiert das Licht auf subtile Weise und zieht so die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich. Rechts davon sind eine Schale und weitere Utensilien angeordnet, darunter einige Früchte und Eier, die eine einfache Mahlzeit andeuten.
Im Hintergrund erhebt sich ein vertuschter Raum, der durch einen Vorhang oder eine Wand abgegrenzt wird. Ein Strauß blühender Zweige, fast monochrom in Weiß gehalten, bildet eine Art Kulisse für das Arrangement. Die Blüten sind dicht gedrängt und wirken gleichzeitig filigran und zerbrechlich.
Die Farbpalette ist überwiegend gedeckt von Braun-, Grau- und Blautönen. Einzelne Farbtupfer, wie die Rottöne der Früchte oder das Weiß der Blüten, lockern die Szene auf und erzeugen subtile Kontraste. Die Malweise wirkt spontan und impressionistisch; Pinselstriche sind erkennbar und verleihen dem Bild eine gewisse Lebendigkeit.
Die Komposition evoziert ein Gefühl von Vergänglichkeit und Ruhe. Es scheint, als sei diese Mahlzeit bereits angerichtet und kurz vor dem Verzehr gewesen, doch die Atmosphäre deutet auf einen Moment der Kontemplation hin. Die vermeintliche Einfachheit des Stilllebens birgt eine subtile Melancholie, die den Betrachter zum Innehalten einlädt. Es könnte sich um eine Reflexion über das alltägliche Leben und seine flüchtige Natur handeln, eingefangen in einem Moment der Stille.