The Waagepetersen Family Wilhelm Bendz (1804-1832)
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Wilhelm Bendz – The Waagepetersen Family
Ort: National Gallery of Denmark, Copenhagen (Statens Museum for Kunst).
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Der Raum ist von einem kräftigen Grünton dominiert, der durch die zahlreichen Porträts an den Wänden ergänzt wird. Diese Porträts, größtenteils in ovalen oder rechteckigen Rahmen, deuten auf eine lange Familiengeschichte und einen ausgeprägten Stellenwert der Ahnen hin. Ein Marmorbüstenbild steht prominent neben der Mutter, was möglicherweise auf eine Verbindung zu bedeutenden Persönlichkeiten oder ein Streben nach kultureller Erhabenheit hindeutet. Die Beleuchtung ist durch die zentrale Kristalllüster verstärkt, wodurch ein Hauch von Prunk entsteht, der jedoch durch die schlichte Einrichtung des Raumes gemildert wird.
Die Mutter steht im Zentrum der Szene und hält ein kleines Kind im Arm. Ihr Blick ist auf den Vater gerichtet, während das andere Kind am Boden sitzt und ihn beobachtet. Der Vater, in dunkler Kleidung sitzend, scheint vertieft in seine Arbeit zu sein, die er an einem reich verzierten Schreibtisch verrichtet. Seine Haltung wirkt etwas abwesend, was einen Kontrast zur Nähe zwischen Mutter und Kindern bildet.
Der Teppichboden mit seinem geometrischen Muster bringt eine gewisse Lebendigkeit in den Raum, während die schweren Vorhänge hinter der offenen Tür auf ein weiteres Zimmer hindeuten und somit eine Erweiterung des dargestellten Raumes suggerieren. Die offene Tür lässt zudem einen Blick auf einen weiteren Raum erhaschen, in dem sich weitere Möbelstücke befinden, was die Wohlhabendheit der Familie unterstreicht.
Subtextuell scheint das Bild die Spannung zwischen familiärer Geborgenheit und gesellschaftlichen Erwartungen zu thematisieren. Der Vater repräsentiert möglicherweise die Pflichten und Verpflichtungen des Bürgertums, während die Mutter die Rolle der Hausfrau und Mutter verkörpert. Die Kinder stehen symbolisch für die Zukunft und die Fortsetzung der Familie. Die zahlreichen Porträts erinnern an die Vergangenheit und die Bedeutung von Traditionen, während die moderne Einrichtung des Raumes auf eine Anpassung an die Zeit schließen lässt. Es könnte auch eine subtile Kritik an der Oberflächlichkeit des bürgerlichen Lebens angedeutet werden, indem die Abwesenheit des Vaters in der emotionalen Verbindung zwischen Mutter und Kindern hervorgehoben wird. Die gesamte Komposition erweckt den Eindruck einer sorgfältig inszenierten Szene, die sowohl das Selbstverständnis der Familie als auch die gesellschaftlichen Normen ihrer Zeit widerspiegelt.