Portrait of a girl Albrecht Altdorfer
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Albrecht Altdorfer – Portrait of a girl
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Vor diesem Porträt eines jungen Mädchens, das noch voller Hoffnung auf ein festliches Leben ist, kann man nicht einfach vorbeigehen, denn A. Altdorfer (1480-1538) ist vor allem für seine großformatigen Schlachtgemälde bekannt und hat im Geiste seiner Zeit den kanonischen religiösen Themen Tribut gezollt, die unter anderem von der Grausamkeit zeugen, die (von wem?) in der menschlichen Natur angelegt ist.
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Die Kleidung unterstreicht diesen Eindruck. Ein schlichtes, rotes Kleid bildet die Basis, darüber liegt eine dunkle, fast militärisch anmutende Weste. Die Hände, die den Körper bedecken, verstärken den Eindruck der Innehaltenheit und des Zurückgezogenheit. Die Hände selbst sind gross und wirken fast schon überwältigend im Verhältnis zum Gesicht.
Das Hauptmerkmal des Bildes ist jedoch die feingliedrige Haube, die den Kopf der jungen Frau bedeckt. Sie ist in weissen Stoff gearbeitet und mit einer gewissen Sorgfalt drapiert, was eine gewisse gesellschaftliche Stellung andeutet. Dennoch wirkt die gesamte Erscheinung nicht prunkvoll, sondern eher beherrscht.
Der Hintergrund ist fast vollständig in Dunkelheit getaucht. Nur wenige Lichtreflexe deuten auf einen Raum hin, doch lenken sie nicht von der zentralen Figur ab. Diese Dunkelheit wirkt wie eine Art Rahmen, der die junge Frau isoliert und ihre innere Welt betont.
Es liegt die Vermutung nahe, dass es sich hier um ein Porträt einer jungen Frau aus dem Bürgertum handelt, die durch ihre strenge Kleidung und ihre ernste Miene eine gewisse Tugend und Stabilität ausstrahlen soll. Die Haltung könnte aber auch auf eine innere Belastung hindeuten, auf Sorgen oder Ängste, die hinter der Fassade verborgen bleiben. Die Komposition wirkt insgesamt sehr konzentriert und vermittelt eine Atmosphäre der Stille und der Kontemplation. Das Bild lädt den Betrachter ein, über die innere Welt der dargestellten Frau zu spekulieren und die Bedeutung ihrer schlichten, aber eindringlichen Darstellung zu ergründen.