#15785 Oswaldo Guayasamin
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Oswaldo Guayasamin – #15785
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Die Farbgebung trägt wesentlich zur Wirkung des Werkes bei. Ein intensives Rot dominiert den Hintergrund, welches in Kontrast zu den gelb-bräunlichen Tönen des Gesichts steht. Dunkle, fast schwarze Linien umranden die Haare und definieren einzelne Gesichtspartien, verstärken aber auch die Fragmentierung der Darstellung. Die Augen sind groß und betont, wirken jedoch wenig ausdrucksstark; sie scheinen den Betrachter zu fixieren, ohne eine Verbindung herzustellen.
Die Komposition ist schlicht: Das Haupt der Frau füllt fast das gesamte Bildformat aus. Der dunkle Ausschnitt des Oberteils lässt die Figur noch stärker in den Vordergrund treten und lenkt die Aufmerksamkeit auf ihr Gesicht. Die Darstellung wirkt beinahe wie eine Maske, ein Abbild ohne Tiefe oder Persönlichkeit.
Es liegt die Vermutung nahe, dass es sich um eine Reflexion über Identität und Repräsentation handelt. Der Künstler scheint weniger an einer realistischen Wiedergabe interessiert zu sein als vielmehr an der Dekonstruktion des Porträtgenres und der Erforschung der Möglichkeiten, wie ein Gesicht dargestellt werden kann, ohne dabei seine Individualität preiszugeben. Die Abstraktion könnte auch eine Form der Distanzierung von konventionellen Schönheitsidealen oder gesellschaftlichen Erwartungen darstellen. Der Ausdruck der Frau bleibt ambivalent; er lässt sowohl Melancholie als auch innere Stärke erkennen. Insgesamt hinterlässt das Werk einen nachdenklich stimmenden Eindruck und regt zu einer Auseinandersetzung mit den Mechanismen der Wahrnehmung und Darstellung an.