Lucretia Bartolomeo Passarotti (1529-1592)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Bartolomeo Passarotti – Lucretia
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Die Farbgebung ist von einer intensiven Dramatik geprägt. Das Rot des Stoffes dominiert das Bildfeld und symbolisiert möglicherweise Leidenschaft, Scham oder auch den bevorstehenden Akt der Selbstaufopferung. Die Hauttöne sind warm und lebendig, was die Verletzlichkeit und gleichzeitig die Stärke der Frau betont. Im Hintergrund erstreckt sich eine düstere Landschaft unter einem bedeckten Himmel, was die Tragik der Situation unterstreicht. Ein weiter, offener Raum mit einer architektonischen Struktur ist im oberen Bildbereich angedeutet.
Die Komposition wirkt sorgfältig durchdacht. Die diagonale Linie, die von der Dolchspitze über den Körper der Frau bis zum oberen Bildrand verläuft, lenkt den Blick des Betrachters und verstärkt das Gefühl der Bewegung und Dramatik. Die erhöhte Sitzgelegenheit verleiht der Frau eine gewisse Würde und Distanz zur Umgebung.
Subtextuell scheint es sich um ein Motiv von moralischer Integrität und dem Recht auf Selbstbestimmung zu handeln, auch wenn dies mit einem tragischen Ende verbunden ist. Der Dolch symbolisiert nicht nur die Möglichkeit der Gewalt, sondern auch die Entscheidungsgewalt über das eigene Schicksal. Die entblößte Haut könnte als Zeichen der Verletzlichkeit und des Opfers interpretiert werden, während der entschlossene Blick eine innere Stärke und einen Widerstand gegen Unterdrückung signalisiert. Es liegt ein Hauch von Verzweiflung in der Darstellung, aber auch die Andeutung einer gewissen Erlösung durch das eigene Handeln. Die Landschaft im Hintergrund verstärkt den Eindruck eines Schicksals, dem man sich nicht entziehen kann, was die Tragweite der Entscheidung der Frau nochmals unterstreicht.