#12339 Rafael De Penagos
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Rafael De Penagos – #12339
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Der Fokus liegt eindeutig auf dem Gesicht der Dargestellten. Ihre Züge sind markant und wirken trotz der schnellen Linienführung sehr präzise gezeichnet. Die Augen sind schmal und blicken leicht zur Seite, was einen Eindruck von Nachdenklichkeit oder vielleicht auch einer gewissen Distanziertheit vermittelt. Die dunklen Augenbrauen sind betont und verleihen dem Gesicht eine gewisse Strenge. Die Lippen sind voll und rot dargestellt, ein Detail, das der Zeichnung eine Hauch von Sinnlichkeit verleiht. Ein einzelner Ohrring ziert ihr rechtes Ohr.
Das Haar ist kurz geschnitten und dicht an den Kopf angelegt. Es wird durch dunkle, dynamische Linien angedeutet, die Bewegung suggerieren. Die Kleidung besteht aus einem dunklen Oberteil mit hochgeschlossenem Kragen, der mit einem dekorativen Element versehen ist – möglicherweise ein Relief oder eine Brosche mit einer verspielten Darstellung von Gesichtern.
Die Farbgebung ist reduziert und konzentriert sich auf wenige, kontrastreiche Töne: Gelb, Schwarz, Rot und verschiedene Schattierungen von Grau. Diese sparsame Verwendung von Farbe verstärkt die Ausdruckskraft der Zeichnung und lenkt den Blick direkt auf das Gesicht der Frau. Die Linienführung ist fließend und spontan, was dem Werk eine gewisse Lebendigkeit verleiht.
Subtextuell könnte die Zeichnung als Darstellung einer starken, unabhängigen Frau interpretiert werden. Ihre Haltung und ihr Blick strahlen Selbstbewusstsein aus. Die Reduktion auf das Wesentliche und die Betonung der Gesichtszüge lassen vermuten, dass es dem Künstler darum ging, nicht nur ein äußeres Abbild zu schaffen, sondern auch etwas von der Persönlichkeit und dem Charakter der Dargestellten einzufangen. Die Jahreszahl 1947 am unteren Rand deutet darauf hin, dass das Werk in einer Zeit entstanden ist, die von gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt war – möglicherweise spiegelt es eine neue Weiblichkeit wider, die sich von traditionellen Rollenbildern löst.