Berend van Iddekinge (1717-1801) with his Wife Johanna Maria Sichterman (1726-1756) and their Son Jan Albert (b 1744) Philip Van Dijk (1683-1753)
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Die Kleidung der dargestellten Personen ist repräsentativ für den Zeitgeist: Der Mann trägt ein blaues Wams mit goldenen Stickereien über einem weißen Hemd und eine aufwendige Perücke. Die Frau präsentiert sich in einem leuchtend roten Kleid, dessen Stoff durch Falten und Draperierungen die Form ihres Körpers betont. Das Kind ist in elegante Kleidung gehüllt, passend zum Stil seiner Eltern.
Der Hintergrund besteht aus einer architektonischen Struktur mit Säulen und einem blauen Himmel, der eine gewisse Tiefe erzeugt. Rechts im Bild befindet sich eine Statue eines Mannes, der ein Schwert trägt – möglicherweise eine Allegorie auf Macht oder Schutz. Ein orangefarbener Vorhang bildet einen weiteren Hintergrundschicht und lenkt den Blick auf die zentrale Personenkonstellation.
Die Farbgebung ist insgesamt gedämpft, mit einem Schwerpunkt auf Rot, Blau und Weiß. Das Rot des Kleides der Frau sticht besonders hervor und könnte als Symbol für Vitalität oder gesellschaftlichen Status interpretiert werden. Die Farbwahl unterstreicht die Würde und den Reichtum der Familie.
Subtextuell deutet das Gemälde auf eine wohlhabende und etablierte Gesellschaftsschicht hin. Die sorgfältige Inszenierung, die feinen Gewänder und die prunkvolle Umgebung zeugen von einem gewissen sozialen Status. Der Blickkontakt des Mannes mit dem Betrachter könnte als Einladung zur Anerkennung seiner Position verstanden werden. Die leicht abgewandte Gestik der Frau könnte hingegen auf eine gewisse Distanz oder innere Zerrissenheit hindeuten, möglicherweise im Zusammenhang mit den Umständen ihrer Zeit oder persönlichen Lebensumständen. Die Anwesenheit des Kindes unterstreicht die Bedeutung von Nachkommenschaft und Fortführung der Familie innerhalb dieser Gesellschaftsordnung. Insgesamt vermittelt das Werk einen Eindruck von Selbstbewusstsein, Würde und gesellschaftlichem Anspruch.