View of the San Marco basin in Venice Luigi Terzi (1848-1888)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Luigi Terzi – View of the San Marco basin in Venice
Ort: Academy Carrara (Accademia Carrara), Bergamo.
Album-Navigation:

На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Im Vordergrund gleitet ein Gondoliere in seinem Boot über das Wasser. Er ist nur schematisch dargestellt, seine Gestalt verschmilzt fast mit der Umgebung. Seine Position im Bild – leicht links von der Mitte – lenkt den Blick des Betrachters in Richtung des Hafens und seiner architektonischen Elemente.
Am Horizont erkennen wir die typische Skyline Venedigs: schlanke Campanile ragen empor, flankiert von weiteren Gebäuden mit Dächern und Fenstern. Ein Segelboot, dessen gelbe Farbe einen lebendigen Kontrast zu den gedämpften Farben des Himmels und Wassers bildet, zieht sich über das Wasser. Die Silhouette weiterer Figuren, die sich ebenfalls auf dem Wasser bewegen, sind kaum erkennbar, was die Weite des Raumes unterstreicht.
Die Komposition wirkt ruhig und besinnlich. Die fehlende scharfe Kontur und die weichen Übergänge zwischen den Farben erzeugen eine Stimmung der Melancholie und Vergänglichkeit. Es scheint, als ob der Künstler weniger an einer detailgetreuen Wiedergabe des Ortes interessiert sei, sondern vielmehr an der Erfassung eines flüchtigen Augenblicks, einer bestimmten Atmosphäre.
Ein möglicher Subtext könnte die Thematik der Erinnerung sein. Die verschwommene Darstellung lässt den Eindruck entstehen, als ob wir eine Erinnerung betrachten, ein Bild, das im Laufe der Zeit verblasst ist. Die Gondel, traditionelles Symbol Venedigs, wird hier zu einem Vehikel der Reflexion und des Innehaltens. Der Künstler scheint die Schönheit und den Zauber dieser Stadt in ihrer stillen, fast geisterhaften Erscheinung hervorheben zu wollen. Die Darstellung vermittelt ein Gefühl von Distanz und Kontemplation, als ob der Betrachter selbst Teil dieses friedlichen Augenblicks wäre.