Saint Jerome Lodovico Carracci (1555-1619)
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Lodovico Carracci – Saint Jerome
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Hier sehen wir eine Szene von intensiver Kontemplation und asketischem Leben. Im Zentrum steht ein älterer Mann mit langem Bart und einer markanten Stirnfalte, die seine Anstrengung und sein Nachdenken verdeutlichen. Sein Körper ist in einem Zustand der Entblößung dargestellt; er trägt lediglich eine Stoffbahne, die um seinen Leib drapiert ist, was auf eine Abkehr von weltlichem Besitz und eine Hinwendung zur Spiritualität hindeutet. Die Darstellung seiner Anatomie, insbesondere die Muskelstruktur und die Hautbeschaffenheit, wirkt naturalistisch und verleiht der Figur eine greifbare Präsenz.
Der Mann scheint sich gerade von einer Tätigkeit abgewandt zu haben; seine Hand ruht auf seinem Kopf, als ob er sich von einem Gedanken oder einer Erkenntnis distanzieren möchte. Um ihn herum sind Symbole des Wissens und der Vergänglichkeit angeordnet. Ein Schriftrollenpaar liegt am Boden, daneben ein geöffnetes Buch und eine Federkiele, die auf einen intellektuellen Werdegang verweisen. Besonders auffällig ist das Totenkopf, der direkt neben den Büchern platziert wurde – ein memento mori, das an die Unausweichlichkeit des Todes erinnert und die Vergänglichkeit irdischer Güter betont.
Im oberen rechten Bildbereich erscheint eine geflügelte Gestalt, vermutlich ein Engel. Er scheint Licht auszustrahlen, was auf göttliche Inspiration oder eine übernatürliche Intervention hindeutet. Die Positionierung des Engels, der den Mann beobachtet, lässt vermuten, dass er als Zeuge seiner spirituellen Reise fungiert oder ihm möglicherweise Führung und Trost spendet.
Die Farbgebung ist von einem starken Kontrast zwischen Licht und Schatten geprägt – ein typisches Merkmal für die Betonung dramatischer Effekte. Das Dunkelheit des Hintergrunds verstärkt die Helligkeit der zentralen Figur und lenkt den Blick auf ihre innere Zerrissenheit und ihren Kampf mit sich selbst. Die Farbpalette ist gedämpft, dominiert von Erdtönen, was die Atmosphäre der Askese und der Einsamkeit unterstreicht.
Die Komposition wirkt dynamisch; die diagonale Anordnung der Figuren und Objekte erzeugt eine Spannung, die den Betrachter in die Szene hineinzieht. Insgesamt vermittelt das Bild ein Gefühl der inneren Einkehr, des Kampfes zwischen Geist und Körper sowie der Auseinandersetzung mit dem Tod und der Spiritualität. Es ist eine Darstellung eines Mannes, der sich auf der Suche nach Wahrheit und Erleuchtung befindet, umgeben von den Symbolen seines Wissens und der ständigen Mahnung an die Vergänglichkeit des Lebens.