Satyr in the peasant's house Barent Fabritius (1624-1673)
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Barent Fabritius – Satyr in the peasant's house
Ort: Academy Carrara (Accademia Carrara), Bergamo.
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Im Vordergrund sitzt eine Familie: ein Mann mit dunklem Hut, eine Frau mit weißer Haube und zwei Kinder, die scheinbar gerade eine Mahlzeit zu sich nehmen. Ihre Gesten sind zurückhaltend, ihre Blicke auf das Essen gerichtet – eine Darstellung von Alltäglichkeit und Bescheidenheit. Ein Hund liegt unter dem Tisch, ein weiteres Detail, das die Szene mit Leben füllt.
Besonders auffällig ist jedoch die Figur eines Satyrs, der sich im linken Bildbereich befindet. Er sitzt auf einem Hocker, sein Körper teilweise entblößt, und beobachtet die Familie mit einer Mischung aus Neugier und Belustigung. Seine Erscheinung – das Ziegenbein, die wilden Locken, die muskulöse Statur – steht in krassem Gegensatz zur Einfachheit der Bauernfamilie. Er wirkt wie ein Eindringling aus einer anderen Welt, eine Verkörperung von Ungebundenheit und animalischer Triebhaftigkeit.
Ein weiterer Mann im Hintergrund, möglicherweise ein Diener oder Gast, trägt einen Vogel auf einem Tablett, was die Szene um eine weitere Ebene der Komplexität erweitert. Es könnte sich hierbei um eine Metapher für das Einfangen des Wilden, das Zähmen der Natur handeln.
Die Beleuchtung spielt eine zentrale Rolle bei der Interpretation dieses Werkes. Das Licht konzentriert sich auf die Gesichter und Hände der Bauernfamilie, wodurch ihre Würde und ihre Verbindung zur Erde betont werden. Der Satyr hingegen wird in ein gedämpftes Licht getaucht, was seine Andersartigkeit unterstreicht.
Die Subtexte dieser Darstellung sind vielfältig. Es scheint eine Auseinandersetzung mit dem Verhältnis zwischen Zivilisation und Wildheit, Ordnung und Chaos zu geben. Die Bauernfamilie repräsentiert die Werte der Arbeit, der Familie und der Bescheidenheit, während der Satyr für die ungezügelten Kräfte der Natur steht. Möglicherweise wird hier auch die Vergänglichkeit des Lebens thematisiert – das Auftauchen des Satyrs könnte als eine Erinnerung an die flüchtige Natur menschlicher Freuden und die allgegenwärtige Präsenz des Unbekannten interpretiert werden. Die Szene suggeriert ein Moment der Beobachtung, in dem zwei Welten aufeinandertreffen, ohne dass es zu einer direkten Interaktion kommt. Es ist eine stille Konfrontation zwischen dem Menschlichen und dem Animalischen, dem Geordneten und dem Wilden.