malevich self-portrait i c1908-9 Kazimir Malevich (1879-1935)
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Kazimir Malevich – malevich self-portrait i c1908-9
Ort: The State Tretyakov Gallery, Moscow (Государственная Третьяковская галерея).
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Die Darstellung ist alles andere als naturalistisch. Die Gesichtszüge sind vereinfacht, fast geometrisch, und wirken dadurch maskenhaft. Die dunklen Haare werden als eine kompakte, fast schwarze Form dargestellt, die über die Stirn und die Ohren reicht. Der Anzug, ebenfalls in dunklen Blautönen gehalten, wirkt formell, wird jedoch durch die unregelmäßige Farbauftragung und die groben Pinselstriche aufgelöst. Ein rotes Hemd oder eine Krawatte bildet einen starken Kontrast zum dunklen Anzug und lenkt die Aufmerksamkeit auf den Halsbereich.
Der Hintergrund besteht aus diffusen, fließenden Farbflächen, die eine dynamische und unruhige Atmosphäre erzeugen. Die roten und gelben Töne wirken fast fiebrig und verstärken den Eindruck von Intensität und Emotionalität. Es scheint, als würden diese Formen aus dem Hintergrund herauswachsen und den dargestellten Mann umgeben.
Die Bildkomposition ist klar und direkt, dennoch entsteht durch die Farbgebung und die Formensprache eine beklemmende Wirkung. Es lässt sich die Annahme zulassen, dass der Künstler hier nicht primär um eine realistische Abbildung bemüht ist, sondern vielmehr um die Darstellung eines inneren Zustands, einer emotionalen Verfassung. Der Blick des Dargestellten wirkt distanziert und fragend, als würde er den Betrachter in eine Welt der inneren Konflikte und Spannungen einladen. Die Abstraktion der Formen und die expressive Farbgebung suggerieren eine Suche nach einer neuen Bildsprache, die über die reine Nachahmung der Wirklichkeit hinausgeht. Der Eindruck entsteht, dass die Persönlichkeit des Dargestellten durch die abstrakte Darstellung freigelegt und in seiner Essenz erfasst werden soll.