Wolf Huber, German (active Passau), c. 1485-1553 – Portrait of Margaret Hundertpfundt Philadelphia Museum of Art
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Philadelphia Museum of Art – Wolf Huber, German (active Passau), c. 1485-1553 -- Portrait of Margaret Hundertpfundt
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Besonders auffällig ist der Wickel um ihren Kopf. Er besteht aus einem weißen Tuch, das mit roten Bändern gesichert ist. Dieser Umstand deutet entweder auf eine Verletzung hin, die verheilt werden muss, oder – wahrscheinlicher – auf eine gängige Modeerscheinung ihrer Zeit, die als Zeichen von Sittsamkeit und Bescheidenheit galt. Die Art der Wicklung wirkt jedoch nicht rein dekorativ; sie könnte auch eine medizinische Funktion gehabt haben, beispielsweise zur Stabilisierung des Kopfes bei Beschwerden.
Die Kleidung der Frau ist schlicht und dunkel gehalten. Ein schwarzes Kleid mit einem weißen Kragen betont ihre strenge Erscheinung. Am Hals trägt sie eine Brosche mit Kreuzen, die möglicherweise ein religiöses Symbol darstellt oder auf ihren sozialen Status hinweist. Um die Taille ist ein Gürtel mit ebenfalls verzierten Elementen gebunden.
Der Hintergrund besteht aus einer grob gemauerten Wand, die einen Eindruck von Stabilität und Dauerhaftigkeit vermittelt. Rechts neben der Frau befindet sich eine Tafel mit Inschrift, deren genauer Inhalt nicht erkennbar ist, aber zweifellos dazu dient, die Identität der Dargestellten zu bezeugen oder zusätzliche Informationen über sie bereitzustellen.
Die Farbgebung des Gemäldes ist gedämpft und von dunklen Tönen dominiert. Dies verstärkt den Eindruck von Ernsthaftigkeit und Kontemplation. Das Licht fällt seitlich auf das Gesicht der Frau, wodurch die Falten und Unebenheiten der Haut betont werden und ihr Antlitz noch eindringlicher wirken lässt.
Subtextuell könnte dieses Porträt als Darstellung einer starken Frau verstanden werden, die trotz möglicherweise schwieriger Lebensumstände ihre Würde bewahrt hat. Die Kombination aus dem Kopfwickel, der ernsten Miene und der schlichten Kleidung deutet auf eine Person hin, die sich den Herausforderungen des Lebens gestellt und sie mit Resilienz gemeistert hat. Es ist ein Porträt, das mehr als nur ein Abbild einer Frau zeigt; es fängt einen Moment der inneren Stärke und des stillen Leids ein. Die Präsenz der Inschrifttafel unterstreicht die Absicht, eine bleibende Erinnerung an diese Persönlichkeit zu schaffen.