Antonio Orsini (Master of the Carminati Coronation), Italian (active Ferrara), documented 1432-1491 – Saint John the Baptist Philadelphia Museum of Art
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Die Figur hält in ihrer rechten Hand einen Stab, dessen Spitze mit einer komplexen Verzierung versehen ist – möglicherweise ein Symbol für seine Rolle oder Autorität. In der linken Hand trägt er eine Schriftrolle, auf der lateinische Textfragmente erkennbar sind. Diese Schriftrolle deutet auf die Verkündigung und das prophetische Wirken des dargestellten Heiligen hin.
Die Gesichtszüge sind ernst und von einer gewissen Melancholie geprägt. Die dunklen Haare fallen in lockeren Wellen über die Schultern, während ein Heiligenschein den Kopf umgibt und seine göttliche Natur unterstreicht. Die Füße sind barfuß und stehen auf einem kleinen Hügel oder Felsen, der mit spärlicher Vegetation bedeckt ist.
Die Farbgebung ist insgesamt gedämpft, wobei das Gold im Hintergrund einen starken Kontrast zu den erdigen Tönen der Kleidung bildet. Der Einsatz von Rot akzentuiert die Dramatik und verleiht dem Bild eine gewisse Intensität. Die Darstellung wirkt formal streng und weist Merkmale der frühen Renaissance auf, insbesondere in der Modellierung des Gesichts und der Gewänder.
Subtextuell könnte das Werk als Ausdruck von Frömmigkeit und Hingabe verstanden werden. Der Heilige wird hier nicht als triumphierender Held dargestellt, sondern vielmehr als ein nachdenklicher Prophet, dessen Botschaft von tiefer Überzeugung geprägt ist. Die Schriftrolle symbolisiert die Autorität der göttlichen Offenbarung, während die nackten Füße eine Verbindung zur Erde und zur menschlichen Sterblichkeit herstellen. Insgesamt vermittelt das Bild einen Eindruck von Kontemplation und spiritueller Tiefe.