Pere Espalargues (Pere Espalargucs), Spanish (active Lérida), documented 1490 – Saints Mary Magdalene, Ermengold, and Catherine of Alexandria Philadelphia Museum of Art
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Die zentrale Figur, erkennbar an der Bischofskirche, trägt eine prächtige, tiefblaue Robe mit goldenen Verzierungen und einen hohen, ebenfalls goldenen Mitra. In seiner Hand hält er einen Stab, der seine Autorität und seinen geistlichen Rang symbolisiert. Seine Haltung ist aufrecht und beherrschend.
Links von ihm steht eine Frauengestalt in einem leuchtend roten Gewand. Sie hält einen goldenen Kelch, der vermutlich auf die Heilige Maria Magdalena verweist, die traditionell mit der Umkehr des Sünderlazarus in Verbindung gebracht wird. Auch sie blickt uns direkt an, jedoch mit einer dem Bischof gegenüberstehenden, etwas verletzlichen Miene.
Rechts von der Bischofsfurt steht eine weitere Frauengestalt, gekleidet in ein schlichtes, grünes Gewand. Sie hält ein Rad, was auf die Heilige Katharina von Alexandria hindeutet, die der Legende nach durch das Rad hingerichtet wurde. Auch hier wiederholt sich die frontale Anordnung und der direkte Blick.
Der Hintergrund ist von einem gleichmäßigen, dunkelblauen Ton dominiert, der die Figuren wie in einem schwebenden Raum isoliert. Ein schwach erkennbarer, kreisförmiger Bereich im oberen Bildbereich könnte als stilisierte Darstellung des Himmels interpretiert werden.
Die Inschrift am unteren Bildrand, S. Magdalena, S. Ermengold, S. Kathern, benennt die dargestellten Heiligen. Die Verwendung von S. für Sanctus bzw. Santa unterstreicht den heiligen Charakter der Darstellung.
Die Komposition wirkt insgesamt sehr formal und wenig emotional. Die starre Anordnung und die wenig ausdrucksstarken Gesichter verleihen der Darstellung eine gewisse Würde und Erhabenheit. Die Farbgebung ist bewusst gewählt, um die unterschiedlichen Rollen und Heiligenattribute hervorzuheben. Der rote Stoff der Maria Magdalena symbolisiert Leidenschaft und Umkehr, das Blau der Bischofsrobe steht für geistliche Autorität, und das Grün der Katharina von Alexandria für Hoffnung und Erneuerung.
Die Darstellung wirkt weniger auf eine individuelle religiöse Erfahrung ausgerichtet, sondern eher auf die Vermittlung von Glaubenswahrheiten und die Ehrung der Heiligen. Die Strenge der Formgebung und die formalisierte Darstellung erinnern an die typischen Ikonenmalereien, auch wenn die hier verwendete Technik eher der Tafelmalerei zuzuordnen ist.