#23912 Juan Fernandez Bejar
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Juan Fernandez Bejar – #23912
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Die linke Puppe trägt eine aufwendige Rüschenkragen-Anordnung, die an historische Darstellungen von Kindermode erinnert. Sie hält einen Arm leicht erhoben, als ob sie etwas präsentieren oder sich verabschieden wollte. An ihrem Körper befindet sich ein Schnitt, der den Eindruck erweckt, dass Teile fehlen oder entfernt wurden. Ein kleiner Trichter ist neben ihr platziert und mit einem dünnen Faden verbunden, der bis zur rechten Puppe führt.
Die rechte Puppe ist deutlich beschädigter dargestellt. Ihr Kopf fehlt vollständig, lediglich ein Strang des genannten Fadens ragt aus dem Halsbereich hervor. Der Körper dieser Puppe wirkt leer und unvollständig, was eine Atmosphäre von Verlust und Fragmentierung erzeugt.
Der Hintergrund ist schlicht gehalten – ein gleichmäßiges Grau, das die Figuren stärker ins Licht rückt und ihre Isolation betont. Die geometrische Bodenstruktur kontrastiert mit der organischen Form der Puppen und verstärkt den Eindruck einer künstlichen, konstruierten Welt.
Subtextuell scheint es um Themen wie Verletzlichkeit, Entfremdung und die Konstruktion von Identität zu gehen. Der Schnitt an der linken Puppe könnte als Symbol für Trauma oder Verlust interpretiert werden, während das Fehlen des Kopfes bei der rechten Figur eine tiefe Sinnlosigkeit und Leere suggeriert. Die Verbindung zwischen den beiden Figuren durch den Faden lässt auf eine Abhängigkeit oder ein unausgesprochenes Band schließen. Der Trichter deutet möglicherweise auf einen Prozess der Entleerung oder des Abziehens von etwas Wesentlichem hin. Insgesamt erzeugt das Werk eine beklemmende und verstörende Stimmung, die zum Nachdenken über die Fragilität menschlicher Existenz anregt. Die Künstlerin scheint hier eine Auseinandersetzung mit den Bedingungen der Kindheit, der Verletzlichkeit und dem Verlust von Unschuld zu führen.