Новгородская школа (16 век) – Распятие с Девой Марией, Марией Магдалиной, святым Иоанном и центурионом Лонгином Part 6 Louvre
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Part 6 Louvre – Новгородская школа (16 век) -- Распятие с Девой Марией, Марией Магдалиной, святым Иоанном и центурионом Лонгином
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Der dargestellte Christus nimmt eine zentrale Position ein. Seine Gestalt ist schlank und idealisiert, der Körper nur wenig von den Leiden des Kreuzes gezeichnet. Dies steht im Kontrast zu der oft anzutreffenden Darstellung von Schmerz und Erschöpfung. Seine Haltung ist erhaben und würdevoller Natur, was auf die göttliche Natur Christi hinweist.
Unterhalb des Kreuzes liegt eine Ansammlung von roten Stoffbahnen, die in ihrer Anordnung an ein Blutbecken erinnern. Dazu liegt ein Schädel, vermutlich eine Anspielung auf die biblische Überlieferung, dass Christus am Golgota-Hügel gekreuzigt wurde, wo einst Adams Schädel begraben lag. Diese Verbindung unterstreicht die theologische Bedeutung des Ereignisses als Sühne für die Sünde Adams.
Zu beiden Seiten von Jesus stehen trauernde Figuren. Auf der linken Seite sehen wir eine Frau in roter Robe, vermutlich Maria, die Mutter Jesu. Ihre Haltung ist von tiefer Trauer geprägt, was durch ihren gesenkten Blick und ihre Hände, die sich vor die Brust schlagen, deutlich wird. Neben ihr befindet sich eine weitere Frau, vermutlich Maria Magdalena, die ebenfalls ihre Hände in einem Zeichen der Trauer erhebt.
Auf der rechten Seite sehen wir einen Mann in ebenfalls roter Robe, der vermutlich den heiligen Johannes darstellt. Auch er scheint in tiefer Trauer zu sein. Ein weiterer Mann, vermutlich ein Zenturio, steht hinter ihm. Seine Darstellung deutet auf Respekt und Ehrfurcht gegenüber Jesus hin.
Der Hintergrund ist in ein blassgrünes Farbton gehalten, der die Szene von einer gewissen spirituellen Distanz umgibt. Die goldenen Heiligenscheine um die Figuren betonen ihre Bedeutung und Heiligkeit.
Die Farbgebung ist typisch für die Novgoroder Kunstschule: Kräftige Rot- und Grüntöne dominieren, ergänzt durch Goldakzente. Diese Farbpalette verleiht dem Werk eine gewisse Pracht und Spiritualität.
Die Darstellung der Figuren ist stilisiert und wenig realistisch. Dies ist ein typisches Merkmal der Ikonenmalerei, die sich nicht so sehr auf die Wiedergabe der äußeren Erscheinung konzentriert, sondern vielmehr auf die Darstellung der inneren Wahrheit und spirituellen Bedeutung.
Die Wahl der Figuren, die an der Kreuzigung teilnehmen, unterstreicht die universelle Bedeutung des Ereignisses. Es sind nicht nur die engsten Anhänger Jesu anwesend, sondern auch ein Zenturio, der als Vertreter der römischen Macht dient. Dies deutet darauf hin, dass die Kreuzigung Christi Auswirkungen auf alle Menschen und Kulturen hatte.
Insgesamt vermittelt das Bild eine tiefe religiöse Botschaft von Leiden, Tod und Erlösung. Die klare Komposition, die stilisierten Figuren und die kräftige Farbgebung tragen dazu bei, die spirituelle Bedeutung des Ereignisses zu betonen.