Египет (2 век) – Фаюмский погребальный женский портрет Part 6 Louvre
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Part 6 Louvre – Египет (2 век) -- Фаюмский погребальный женский портрет
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Die Fayum-Porträts sind in der Enkaustiktechnik gefertigte Totenmasken aus dem römischen Ägypten des 1. bis 3. Jahrhunderts n. Chr. Ihren Namen erhielten sie nach dem Ort des ersten bedeutenden Fundes im Fayum-Oasen im Jahr 1887 durch eine britische Expedition unter der Leitung von Flinders Petrie (Wikipedia).
Das Titelbild Porträt einer Frau aus Fayum klingt so, als wäre Fayum ein weiblicher Name. Fayum ist eine Oase.
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Die Darstellung fesselt durch ihre unmittelbare Wirkung. Hier sehen wir das Porträt einer jungen Frau, vermutlich aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., vor einem neutralen, beige-braunen Hintergrund. Die Komposition ist schlicht und konzentriert sich vollständig auf das Gesicht und den oberen Körper der Dargestellten.
Ihre Augen, groß und dunkel, blicken direkt den Betrachter an. Ein gewisser Ausdruck von Melancholie oder Nachdenklichkeit scheint darin zu liegen, vermischt mit einer subtilen Würde. Die Gesichtszüge sind harmonisch, die Nase gerade, die Lippen voll, aber nicht übermäßig betont. Ein feines Lächeln scheint ihre Mundwinkel zu kräuseln. Der Teint ist blass, mit dezenten Schattierungen, die der Gesichtsform Tiefe verleihen. Die Haare, dunkelbraun bis schwarz, sind sorgfältig hochgesteckt und mit einem feinen, fast transparenten Tuch bedeckt.
Ein besonders auffälliges Element ist die reichhaltige Schmuckausstattung. Eine üppige goldene Halskette, vermutlich aus Perlen und filigranen Goldarbeiten, umspielt den Hals und fällt in einem eleganten Bogen über die Brust. Ein großer, runder Anhänger mit einem zentralen, dunklen Element – möglicherweise ein Amulett oder ein Symbol – ist prominent im Vordergrund positioniert. Auch die kleinen, runden Ohrringe fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein.
Die Farbgebung ist gedämpft, aber dennoch luxuriös. Die Verwendung von Gold und Beige erzeugt einen warmen, fast glühenden Effekt. Die Farbschichten wirken relativ dünn und transparent, was einen Eindruck von Fragilität und Vergänglichkeit vermittelt. Dies könnte auch auf die Technik des Enkaustikums hinweisen, bei der Pigmente mit heißem Bienenwachs gemischt und auf die Oberfläche aufgetragen werden.
Die Darstellung vermittelt ein Gefühl von Individualität und Intimität. Die Dargestellte wirkt nicht wie eine idealisierte Gottheit oder ein heroisches Abbild, sondern eher wie eine reale Person, die mit ihren eigenen Gedanken und Gefühlen in die Zukunft blickt. Es lässt sich vermuten, dass es sich um einen Totenmaskenporträt handelt, dessen Zweck es war, das Aussehen der Verstorbenen zu bewahren und dem Seelenkörper, dem ka, die Wiedererkennung zu ermöglichen. Die sorgfältige Gestaltung und die kostbaren Schmuckstücke deuten auf einen gewissen sozialen Status und Reichtum hin. Das Porträt ist somit nicht nur ein Abbild einer Person, sondern auch ein Zeugnis ihrer Identität und ihrer kulturellen Zugehörigkeit.