FROMANN NICHOLAS – Portraits of King René and Jeanne de Laval, known as the diptych Matheron Louvre (Paris)
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Louvre – FROMANN NICHOLAS - Portraits of King René and Jeanne de Laval, known as the diptych Matheron
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Auf der linken Seite wird ein Mann dargestellt. Sein Gesicht ist markant gezeichnet, mit ausgeprägten Wangenknochen und einer leicht herabgezogenen Mundpartie, die einen Eindruck von Ernsthaftigkeit oder sogar Melancholie vermittelt. Er trägt eine dunkle Kopfbedeckung, deren Form an eine Kapuze erinnert, sowie ein prächtiges Gewand mit einem Pelzbesatz. Um seinen Hals hängt eine Kette mit einer Medaillon, das auf seine hohe soziale Stellung hindeutet. Seine Hände sind gefaltet und halten einen kleinen Gegenstand – möglicherweise ein Siegel oder eine Brosche – fest. Die Darstellung ist realistisch, aber gleichzeitig idealisiert; die Haut wirkt glatt und makellos.
Die rechte Tafel zeigt eine Frau. Ihr Gesichtsausdruck ist zurückhaltend, fast neutral. Ihre Augen sind auf den Betrachter gerichtet, doch ihr Blick scheint in sich gekehrt zu sein. Auch sie trägt dunkle Kleidung, die ihre Gestalt umhüllt und ihre Erscheinung unterstreicht. Die Haare sind unter einem Tuch verborgen, was eine gewisse Bescheidenheit suggeriert. Ihre Hände ruhen ebenfalls gefaltet im Schoß.
Die Komposition ist symmetrisch aufgebaut, wobei beide Figuren in ähnlicher Perspektive und Beleuchtung dargestellt werden. Diese Symmetrie betont die Gleichwertigkeit der beiden Personen und deutet auf eine enge Beziehung zwischen ihnen hin – vermutlich ein Ehepaar oder zumindest Verwandte.
Der dunkle Hintergrund verstärkt den Eindruck von Würde und Bedeutung. Er lässt die Figuren wie in einem stillen, feierlichen Moment erscheinen. Die Farbpalette ist gedämpft und konzentriert sich auf Schwarz-, Grau- und Brauntöne, was eine Atmosphäre der Kontemplation erzeugt.
Subtextuell könnte das Bild als Darstellung von Macht und Status interpretiert werden. Die luxuriösen Gewänder und die Schmuckstücke sind Zeichen von Reichtum und sozialem Ansehen. Gleichzeitig vermitteln die ernsten Gesichtsausdrücke und die zurückhaltende Körperhaltung einen Eindruck von Verantwortung und Pflichtbewusstsein. Es ist möglich, dass das Bild als eine Art dynastisches Portrait gedacht war, um die Nachwelt an diese Personen zu erinnern und ihren Rang zu dokumentieren. Die gefalteten Hände könnten zudem ein Symbol für Gebet oder innere Einkehr sein, was auf eine religiöse Dimension hinweist. Insgesamt erweckt das Doppelbild den Eindruck von einer tiefen inneren Welt und einem Leben, das von Würde und Verantwortung geprägt ist.