the marchesa casati 1919 John Augustus
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John Augustus – the marchesa casati 1919
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Das leuchtende, feuerrote Haar, das in einem lockeren, fast ungestümen Wirbel auf ihrem Kopf thront, ist ein zentrales Element des Bildes. Es fällt aus der sonst eher gedämpften Farbgebung heraus und lenkt die Aufmerksamkeit sofort auf die Frau. Die Kleidung – ein helles, gerafftes Kleid – wirkt ebenso wie die Frisur leicht überladen und trägt zum Gesamteindruck von Künstlichkeit bei.
Der Hintergrund ist verschwommen und abstrakt gehalten. Wir erkennen Andeutungen von Berglandschaften in einem bläulichen, atmosphärischen Dunst. Diese unscharfe Darstellung lenkt die Aufmerksamkeit vollständig auf die Frau und verstärkt den Eindruck, dass sie in einem inszenierten Raum steht.
Die Körperhaltung der Frau ist geschlossen und defensiv. Ihre Hände sind vor der Brust verschränkt, was eine gewisse Distanz und Zurückhaltung signalisiert. Gleichzeitig wirkt sie aber auch präsent und herausfordernd durch den direkten Blick.
Es liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei diesem Werk nicht um eine reine Abbildung der Realität handelt, sondern um eine Inszenierung. Der übersteigerte Make-up, die auffällige Frisur und der unscharfe Hintergrund deuten auf eine theatralische Darstellung hin. Der Künstler scheint das Interesse an der Konstruktion einer Persönlichkeit und an der Darstellung von Oberflächlichkeit zu verfolgen. Es könnte eine Reflexion über die Rolle der Frau in der Gesellschaft, über Identität und Selbstinszenierung sein. Der fast maskenhafte Charakter der Darstellung lässt auch Fragen nach Authentizität und Wahrheit aufkommen. Die Dargestellte wirkt wie eine Figur, die eine Rolle spielt, eine Persona, die zur Schau gestellt wird.