Head of a Boy (verso) Giulio Campagnola (1482-1515)
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Giulio Campagnola – Head of a Boy (verso)
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Hier sehen wir vor allem torsoartige Darstellungen, die in Drehungen und Bückungen eingefangen sind. Die Linienführung ist skizzenhaft, schnell und expressiv. Es wird nicht auf Detailtreue Wert gelegt, sondern vielmehr auf das Festhalten des flüchtigen Eindrucks von Haltung und Gewichtsverlagerung. Die Figuren wirken fragmentiert und teilweise unvollständig, was den Eindruck einer Arbeit im Entwurfsprozess verstärkt.
Die Zeichnung strahlt eine gewisse Unmittelbarkeit aus. Man spürt die Hand des Künstlers bei der Schaffung dieser Studien; es ist ein Moment des direkten Beobachtens und Abzeichnen zu erkennen. Die wiederholten Variationen derselben Pose deuten auf einen Prozess der Analyse und Verfeinerung hin, in dem der Künstler versucht, die Essenz der menschlichen Form zu erfassen.
Es liegt eine gewisse Melancholie oder Nachdenklichkeit in den dargestellten Figuren mitschwingen. Die zurückhaltende Farbgebung und die konzentrierte Darstellung lenken die Aufmerksamkeit auf die körperliche Präsenz und die darin verborgenen Spannungen. Die Skizzen wirken wie ein Fenster in den kreativen Prozess des Künstlers, der sich mit dem menschlichen Körper auseinandersetzt und versucht, dessen Ausdruckskraft zu erfassen. Die Zeichnung ist weniger eine fertige Darstellung als vielmehr eine Momentaufnahme aus einer Phase der künstlerischen Erforschung.