Il farmacista. (1752). Venezia, Galleria dellAccademia. Pietro Longhi (1701-1785)
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Pietro Longhi – Il farmacista. (1752). Venezia, Galleria dellAccademia.
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Die Komposition ist dicht und detailreich. Im Hintergrund erstrecken sich vollgestellte Regale mit einer Vielzahl von Gefäßen, Flaschen und medizinischen Instrumenten. Diese Fülle unterstreicht die Vielfalt der angebotenen Waren und das Wissen des Apothekers. Über den Regalen hängt ein Porträt, vermutlich eines Heiligen oder einer religiösen Figur, was eine Verbindung zwischen Medizin und Glauben andeutet.
Links im Bild befinden sich zwei weitere Männer, die in Gespräche vertieft zu sein scheinen. Einer von ihnen hält ein Schriftstück in der Hand, möglicherweise eine Verschreibung oder einen Vertrag. Diese Figuren tragen zur Atmosphäre des geschäftigen Treibens bei.
Rechts sitzt eine ältere Frau an einem Tisch und schreibt oder liest. Ihre Kleidung ist schlicht und ihre Haltung wirkt ernsthaft und konzentriert. Sie könnte eine Assistentin des Apothekers sein, oder aber eine Kundin, die sich mit ihm über ihre Beschwerden unterhält.
Ein großer Topf mit einer Sukkulente steht im Vordergrund links, ein Detail, das dem Bild eine gewisse Lebendigkeit verleiht und einen Kontrast zu den eher sterilen Elementen der Apotheke bildet.
Die Farbgebung ist warm und gedämpft, wobei Gelb- und Brauntöne dominieren. Das Licht fällt von links auf die Szene und beleuchtet die zentralen Figuren, wodurch sie stärker hervorgehoben werden.
Subtextuell könnte das Bild eine Reflexion über die Rolle des Apothekers in der Gesellschaft darstellen – als Wissenden, Heiler und Vermittler zwischen Krankheit und Gesundheit. Die Interaktion zwischen dem Apotheker und der jungen Frau deutet auf ein Vertrauensverhältnis hin, während die Anwesenheit der anderen Figuren die soziale Bedeutung dieses Berufs unterstreicht. Es könnte auch eine subtile Kritik an den medizinischen Praktiken der Zeit andeuten, indem es die Abhängigkeit von externen Substanzen und die Unsicherheit der Heilung thematisiert. Die Mischung aus wissenschaftlicher Ausrüstung und religiöser Symbolik spiegelt die damalige Vorstellungswelt wider, in der Medizin und Glaube eng miteinander verbunden waren.