Il Rinoceronte. (1751). Venezia, ca Rezzonico. Pietro Longhi (1701-1785)
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Pietro Longhi – Il Rinoceronte. (1751). Venezia, ca Rezzonico.
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Vor dem Tier befindet sich eine erhöhte Plattform, von der aus eine Gruppe von Personen das Nashorn betrachtet. Die Anordnung dieser Figuren deutet auf ein Publikum hin, das Zeuge einer Kuriosität wird. Die Kleidung der Beobachter lässt auf einen privilegierten sozialen Stand schließen – wir erkennen feine Stoffe, modische Hüte und die typische venezianische Maskerade. Ein Mann mit einem Stab scheint das Tier zu beobachten oder es möglicherweise anzustupfen. Eine junge Frau steht neben ihm, während ein weiterer Herr in eleganter Kleidung ebenfalls interessiert wirkt. Eine Dame in dunkler Robe hält eine Schriftrolle oder ein Buch, was auf intellektuelle Neugier schließen lässt.
Rechts im Bild ist ein Textschild angebracht, das vermutlich Informationen über das Tier liefert – möglicherweise dessen Herkunft, Preis oder Besonderheiten. Dieses Schild verstärkt den Eindruck einer öffentlichen Ausstellung oder eines Schauspiels.
Die Komposition des Bildes erzeugt einen deutlichen Kontrast zwischen dem dunklen, fremden Tier und der helleren, kultivierten Gesellschaft. Es entsteht eine Spannung zwischen dem Wilden und dem Zivilisierten, dem Exotischen und dem Vertrauten. Die Darstellung könnte als Kommentar zur europäischen Begeisterung für exotische Tiere im 18. Jahrhundert gelesen werden – einer Zeit, in der solche Tierpräsentationen ein Statussymbol darstellten und gleichzeitig die Grenzen des Wissens und der Entdeckung ausloteten. Die Masken der Zuschauer könnten zudem eine gewisse Distanzierung oder gar Verstellung andeuten, als ob sie das Spektakel beobachten, ohne sich wirklich mit dem Wesen des Nashorns auseinanderzusetzen. Die Szene vermittelt ein Gefühl von Beobachtung und Repräsentation, in dem das Tier zum Objekt der Begierde und des Interesses wird.