Karl Schmidt-Rottluff 103 Karl Schmidt-Rottluff
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Karl Schmidt-Rottluff – Karl Schmidt-Rottluff 103
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Im Vordergrund sind drei Gestalten angeordnet, die in dunklen Gewändern dargestellt sind. Ihre Gesichter sind stark abstrahiert, mit betonten Augenhöhlen und vereinfachten Nasenpartien, was ihnen eine maskenhafte Qualität verleiht. Die Figuren wirken kraftvoll und monumental, obwohl ihre Körperhaltung eher stoisch als emotional erscheint. Die zentrale Figur, möglicherweise eine weibliche Gestalt, blickt direkt nach vorn, während die beiden anderen Figuren leicht abgewandt sind.
Hinter den Figuren dominiert das stilisiert dargestellte Kreuz, dessen scharfe Linien und spitzen Formen einen starken Kontrast zur weicheren Formgebung der menschlichen Figuren bilden. Das Kreuz ist nicht realistisch wiedergegeben, sondern als abstraktes Symbol für Leiden und Opfer dargestellt. Der Hintergrund besteht aus einer Reihe von diagonalen Linien und Flächen, die eine unruhige Atmosphäre erzeugen und das Gefühl von Bewegung verstärken.
Die Verwendung des Holzschnittverfahrens trägt zur rauen Textur und dem expressiven Charakter der Darstellung bei. Die groben Schnitte sind sichtbar und verleihen dem Werk eine gewisse Härte.
Subtextuell könnte es sich um eine Auseinandersetzung mit religiösen Themen handeln, wobei die Abstraktion der Figuren und des Kreuzes eine Distanzierung von traditionellen Darstellungsweisen signalisiert. Die Strenge der Formen und die düstere Farbgebung lassen zudem auf ein Gefühl von Trauer, Entbehrung oder vielleicht sogar Verzweiflung schließen. Die Darstellung wirkt weniger wie eine religiöse Verehrung als vielmehr wie eine Reflexion über das menschliche Leid und die Konfrontation mit dem Tod. Die maskenhaften Gesichter der Figuren könnten auch als Ausdruck einer allgemeinen Menschlichkeit interpretiert werden, die sich den Herausforderungen des Lebens stellt.