Defeated. Dirge. 1878-1879 Vasily Vereshchagin (1842-1904)
Vasily Vereshchagin – Defeated. Dirge. 1878-1879
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Maler: Vasily Vereshchagin
"Besiegt. Panikhida" gehört zur Balkan-Serie von Werken des Künstlers Vereshchagin. Er schildert die verheerenden Folgen der berühmten Erstürmung der bulgarischen Stadt Plevna. Die russische Armee hatte dadurch große Verluste zu beklagen. Zu der Zeit, als das Gemälde entstand, gab es in Russland einen Trend zur Darstellung von Militärparaden und Manövern. Im Gegensatz zu vielen Künstlern ist Krieg für Vereshchagin immer Krieg.
Beschreibung des Gemäldes "Der Besiegte" von Wassili Vereschtschagin. Panikhida".
"Besiegt. Panikhida" gehört zur Balkan-Serie von Werken des Künstlers Vereshchagin. Er schildert die verheerenden Folgen der berühmten Erstürmung der bulgarischen Stadt Plevna. Die russische Armee hatte dadurch große Verluste zu beklagen.
Zu der Zeit, als das Gemälde entstand, gab es in Russland einen Trend zur Darstellung von Militärparaden und Manövern. Im Gegensatz zu vielen Künstlern ist Krieg für Vereshchagin immer Krieg. Eine große Tragödie für Millionen von Menschen, und zwar nicht nur für die Toten, sondern auch für die Überlebenden.
Die Leinwand zeigt ein weites Feld und den von Wolken verdeckten Himmel. Die Leichen der toten Soldaten liegen auf dem Feld und sind mit gelblicher Erde bespritzt. Der gesamte Raum, soweit man ihn sehen kann, wird von den Körpern der Toten eingenommen, vom Anfang des Feldes bis zum Horizont. Vereshchagin konnte das Gefühl von Melancholie, Hoffnungslosigkeit und Untergang auf die Leinwand bannen.
In der Nähe des Feldes stehen zwei Männer mit unbedecktem Kopf. Ein Kommandeur, der von gefallenen Soldaten Abschied nimmt, und ein Priester, der ihre Trauerfeier zelebriert. Zwei der Lebenden und ein riesiges Feld der Toten.
Das Gemälde "Die Besiegten. Die Gedenkfeier ist in gedämpften, herbstlich-sommerlichen Farben gehalten: Hellblau, Beige und verschiedene Brauntöne. Diese Farben wurden gewählt, um die Tragödie der Situation zu unterstreichen.
Die Zeitgenossen haben die Gestaltung und Ausführung des Werks sehr geschätzt.
Die Leinwand kann ein doppeltes Gefühl hervorrufen. Das Mitgefühl für die gefallenen Soldaten ist eine Sache. Die Empörung darüber, dass dies überhaupt möglich ist, ist eine andere. Mit Werken wie diesen wendet sich der Künstler sowohl an seine Zeitgenossen als auch an künftige Generationen und zeigt ihnen, was das Wort "Krieg" wirklich bedeutet. Nicht nur schöne Paraden, Heldentum und Märsche, sondern auch mit Leichen übersäte Felder. Dies ist die Meinung von Vereshchagin, einem russischen Offizier, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in vielen Kriegen diente und im Russisch-Japanischen Krieg fiel.
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BEMERKUNGEN: 3 Ответы
Das Gemälde ist großartig... Der Künstler hat alles wiedergegeben: Gedanken, Gefühle, die Atmosphäre :)
In Russland ist es üblich, Krieger nicht zu begraben.
Dies ist ein reales Ereignis. Der Ort ist das Dorf Telish (heute in Bulgarien). An diesem Ort befinden sich heute sechs Ehrenmale für Gefallene.
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Der zweite Mann, in eine dunkle, fast monastisch wirkende Robe gehüllt, blickt in die Ferne. Sein langes, ungekämmtes Haar und die strenge Kleidung verleihen ihm eine Aura der Distanziertheit und des Schmerzes. Er scheint in tiefer Kontemplation versunken zu sein, fast als würde er eine unsichtbare Last tragen.
Die Landschaft selbst dominiert das Bild. Ein ausgedehntes Feld, bedeckt mit gelbbraunen Pflanzenstängeln, erstreckt sich bis zum Horizont. Die Vegetation wirkt abgestorben und unfruchtbar, was die Atmosphäre der Verzweiflung und des Verlustes noch verstärkt. Am Himmel zeichnen sich düstere Wolken ab, durch die vereinzelte Lichtstrahlen brechen, die jedoch kaum trösten.
Es scheint, als ob hier ein Moment der Trauer und des Abschieds dargestellt wird. Die Gegensätze in der Darstellung sind auffällig: die strenge Uniform des Soldaten versus die asketische Robe des zweiten Mannes, die Haltung des Kopfes des einen und die des andern. Die Abwesenheit von jeglicher menschlicher Aktivität außer den beiden Männern unterstreicht die Isolation und die Schwere des Augenblicks. Der Fokus liegt nicht auf einer konkreten Handlung, sondern auf dem Ausdruck inneren Leids und der Akzeptanz einer unvermeidlichen Niederlage.
Der subtile Einsatz von Licht und Schatten, die gedämpfte Farbpalette und die schlichte Komposition tragen dazu bei, die melancholische Stimmung des Bildes zu verstärken. Man spürt eine tiefe menschliche Verletzlichkeit und die Last einer verlorenen Welt. Die Darstellung lässt den Betrachter mit einem Gefühl der Trauer und der Reflexion zurück.